11. Ärzte- und Patientenseminar am 11. März 2017 in der Musikhalle in Ludwigsburg

Neue Konzeption findet starken Anklang und hohen Nutzen


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Wir danken der DAK Gesundheit für die Projektförderung unseres Ärzte- und Patientenseminars 2017 nach § 20h SGB V.

Mit einem neuen Konzept „Pilotprojekt“ startete das 11. Ärzte- und Patientenseminar 2017 in der Musikhalle in Ludwigsburg, einem repräsentativen historischen Saalbau aus der späten Gründerzeit.

Die Veranstaltung wurde von Frau Dr. Petra Steinbeck eröffnet, die als Moderatorin durch die Veranstaltung führte. Im Anschluss daran folgten die Begrüßungen durch Frau Katharina Stang, Vorsitzende von TEB e. V. Selbsthilfe, Herr Professor Klump als Vorsitzender des Ärztlichen Beirats und Ärztlicher Leiter des Ärzte- und Patientenseminars.

Für dieses Ärzte- und Patientenseminar konnten wir Herrn Steffen Hahn, Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung der Hahn Gruppe als Schirmherrn gewinnen, der diese Funktion bis zum nächsten Ärzte- und Patientenseminar ausführt. Leider konnte er aus terminlichen Gründen selbst nicht anwesend sein. Deshalb bat er, dass Herr Professor Klump sein Grußwort übermittelt. Herr Professor Klump und Herr Hubert Seiter, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Krebsverbands Baden-Württemberg, schloss den Reigen der Begrüßungsansprachen.

Frau Katharina Stang dankte Herrn Professor Bodo Klump für die gute Zusammenarbeit. Es folgten weitere Ausführungen über das neue Konzept, die positive Entwicklung bei TEB, ein beständig steigender Mitgliederstand, vor allem auch die vielen Anfragen nach Abhalten von Referaten, Mitwirken bei vielen Arbeitskreisen.

Weiterhin dankte sie allen Referenten, allen ehrenamtlichen Helfern, dem Team Lacher, insbesondere ihrem Mann und allen Teilnehmer.

Die Ansprachen wurden mit Herrn Professor Klump fortgesetzt, der das Kompliment von Frau Dr. Steinbeck betreffend der guten Zusammenarbeit zurückgab mit folgendem Wortlaut: Es war eine große Freude im letzten Jahr, ihre engagierte und phantastische Arbeit von Seiten des Ärztlichen Beirats und meiner Person aus unterstützen zu dürfen.

Bei seinen weiteren Ausführungen formulierte er, dass in der Tumormedizin zurzeit sehr viel über die 3 P’s diskutiert werde, die bedeuten: Partizipative Medizin, Personalisierte Medizin und Paritätische Medizin.

Das soll bedeuten, dass sich die Wissenschaft nach einer Ära von Zahlen, Daten und vermeintlichen Fakten als Wahrheiten konzentriert haben, im Augenblick eine Erkenntnis einsetzt und eine Entwicklung, die uns zeigt, dass eine Medizin und insbesondere Tumormedizin sich immer an dem individuellen Patienten, abseits aller Empirie und Statistik, immer sehr empathisch auf den individuellen Patienten einstellen muss (personalisierte Tumormedizin).

Das Ergebnis zusammenfassend ist, dass Patienten auf Augenhöhe und als Partner eingebunden werden in die Entscheidungen, dass vermehrt gemeinsam über die Medikamente oder Behandlungsmethoden diskutiert wird und diese individuell auf den Patienten eingestellt werden. Diagnostisch und therapeutisch.

Mit allem Nachdruck wies Herr Professor Klump darauf hin, wie wichtig vor diesem Hintergrund der Part der Selbsthilfe ist und spezifisch der von TEB ist. Ein unverzichtbarer Bestandteil. Ohne Internet, im persönlichen Gespräch mit Engagement im Rahmen der Selbsthilfeorganisation ist Frau Stang und TEB in Bezug auf Bauchspeicheldrüsenerkrankungen nicht wegzudenken.

Im Anschluss an seinen Vortrag verwies er auf Unternehmer, die sich durch ein hohes Engagement auszeichnen und übermittelte den Inhalt des Briefes von Herrn Steffen Hahn, dass dieser und seine Familie es stets als Teil ihrer sozialen Verantwortung betrachten, auch außerhalb des Unternehmens einen Beitrag zur positiven Entwicklung des Gemeinwesens zu leisten.

Trotz einer Hochleistungsmedizin, trotz eines sozialen Netzes, das in der Welt seinesgleichen sucht, sind Patienten doch häufig auf der Suche nach Hilfe und Rat, die sie in den Kliniken, Praxen und Ämtern nicht finden. Deshalb sind sie für das Engagement von Frau Katharina Stang und ihrer Mitstreiter dankbar, die es sich zur ehrenamtlichen Aufgabe gemacht haben, diese Hilfe zu leisten und Betroffenen und deren Angehörigen Rat zu geben. Ihre weiterhin wertvolle Arbeit von TEB Selbsthilfe unterstützt die Hahn Gruppe und ich persönlich mit € 4.000,00.

Den Begrüßungsansprachen schloss Herr Hubert Seiter an, ein Mann nicht nur des Wortes, sondern auch der Tat, so die Moderatorin.

Er ist überzeugt, die neue Konzeption, die neue Zuordnung der Tische, fördert die Kommunikation.

Herr Seiter vertrat die Meinung, dass Selbsthilfe nur dann Spaß macht, wenn auch die Finanzierung stimmt, denn Zitat: „ohne Moos nichts los. Gelegentlich werde gemeint, Selbsthilfe wäre umsonst zu haben: Das geht nicht! Selbsthilfe ist die günstigste Medizin, die man hat und eines der wichtigsten Pfeiler der Gemeinschaft“.

Ohne den selbstlosen Einsatz ehrenamtlich tätiger Menschen, ohne partizipative Begleitung, wie bei TEB bei Tumorerkrankungen mit oftmals schlimmen Ausgang, muss die Medizin erstmals wieder lernen.

Nach Ende dieser Ausführungen folgte der fachlich wissenschaftliche Teil mit der Einführung, ausgesuchten und bestens aufeinander abgestimmte Themenblöcke und Themen, wie im Programm vorgesehen.

Alle Referenten waren exzellent vorbereitet und überzeugten durch ein hohes Fachwissen. Die Vorträge wurden in einer für nicht Sachverständige gut verständlichen Ausdrucksweise vorgetragen. Sie haben es verstanden, die Teilnehmer durch ihre Art des Vortrages hervorragend mit einzubeziehen. Durch das virtuelle Anschauungsmaterial war es leicht möglich, das Gesagte gedanklich umzusetzen und zu verstehen. Meistens war es sehr spannend. Meinungen, wie die von trockenen Vorträgen, wurden glänzend widerlegt.

Revolutionäres darf bis zum heutigen Zeitpunkt nicht erwartet werden. Was aber die einzelnen Ausführungen dargelegt haben, ist, dass kleine, aber stetige Schritte des Fortschritts zum Wohle von Patienten da sind.

Erfolgreiche neue Konzeption findet starken Anklang und hohen Nutzen!

Betroffene, deren Angehörigen und alle Gäste des Ärzte- und Patientenseminars wurden in das neue Konzept eingebunden und gefordert. Jeweils nach einem kurzen Vortrag gingen Referenten und Mitglieder des Vorstands an die einzelnen Tische, die mit insgesamt sieben Betroffenen, Angehörigen und einem Referenten besetzt waren und diskutierten und erarbeiteten in einem Workshop Fragen, die nach dem jeweiligen Themenblock an das gesamte Gremium gestellt und von diesem beantwortet wurden.

Bereits während der Veranstaltung spürten wir, dass das neue Konzept, dessen Erfolg wir im Voraus nicht einschätzen konnten, gut angenommen wurde.

Diese neue Konzeption unter Einbindung aller Teilnehmer war gelungen, was die Teilnehmer am Schluss der Veranstaltung unter großem Beifall einstimmig bestätigten mit der Bitte um Fortführung in dieser Art.

Alle Referenten schlossen sich spontan der Bitte an, auch im nächsten Jahr das Ärzte- und Patientenseminar in einem großen Workshop zu präsentieren.

Für uns alle war es eine Bereicherung. Wir waren begeistert von den lebhaften Diskussionen und dem Austausch an den Tischen.

Auch dieses Ärzte- und Patientenseminar mit weit über 100 Teilnehmern war eine gelungene, informative und interessante Veranstaltung, bei der jeder auf seine Kosten kam. Der Tenor der Teilnehmer: „Immer wieder gerne kommen wir zu dieser Veranstaltung, man kann unendlich viel mitnehmen“.

Frau Stang dankte im Anschluss an die Veranstaltung Frau Dr. Steinbeck für die Moderation, den Referenten für die gut verständlichen Vorträge, ihrem Mann für die Organisation und allen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern. Ohne sie wäre diese Veranstaltung nicht so problemlos abgelaufen. Dank an Herrn Lacher für das gute Essen und die Übernahme aller alkoholfreien Getränke, dem gesamten Team für die gute Bewirtung.

Sie wünschte Allen einen guten Nachhauseweg. Diesen Wünschen schloss sich Herr Professor Klump an und dankte nochmals für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit und übergab den Stab an Herrn Professor Benz, der extra angereist war und der ab Ende der Veranstaltung den Vorsitz des Ärztlichen Beirats bis zum Ärzte- und Patientenseminar 2018 übernimmt. Beide Ärzte bekamen einen großen Applaus vom Publikum.

Frau Dr. Steinbeck dankte im Namen Aller und schloss die Veranstaltung mit den Worten: Wir sehen uns nächstes Jahr hier wieder.

Franz Pfeiffer

 
 

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