Eine kleine heile Welt - Eine Angehörige berichtet

Als meine Schwester die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs erhalten hat, ist für sie ihre kleine heile Welt zusammen gebrochen. Wir konnten es alle nicht glauben, weil, wenn man nicht raucht, keinen Alkohol trinkt, sich fettarm ernährt und dann das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten hat, ist es nicht nachvollziehbar. Ich bin dann gleich aktiv geworden, recherchierte im Internet und habe eine betroffene Frau angerufen. Durch Zufall bin ich dann auf die TEB Selbsthilfe in Ludwigsburg gestoßen. Zuerst dachte ich, was soll ich mit einer Selbsthilfegruppe in Ludwigsburg anfangen, wenn wir hier in Oberndorf (110 km weg) sind. Trotzdem habe ich gleich die Kontaktadresse mit Telefonnummer herausgeschrieben und sie meiner Schwester am Abend gegeben, mit der Bitte, sie möge gleich morgen früh dort anrufen. Das war der Montagvormittag, als sie angerufen hat und hat gleich einen Termin bei der Vorsitzenden, Frau Katharina Stang, für den Donnerstagvormittag bekommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut und bin im Moment sehr zuversichtlich gewesen, weil Frau Stang ja das beste lebende Beispiel dafür ist. Das grenzt eigentlich schon an ein Wunder.

Schon beim ersten Gespräch hat Frau Stang gesehen, dass meine Schwester gelb im Gesicht ist. Sie hat sich daraufhin sofort mit dem Katharinenhospital in Stuttgart in Verbindung gesetzt, mit einem Professor gesprochen und ein Bett für den nächsten Tag reservieren lassen. Was für ein Glück!

Meine Schwester hat dann gleich am Freitagmittag einen Stent in die Galle bekommen, was ihr an diesem Wochenende buchstäblich das Leben gerettet hat. Wie bin ich da froh gewesen, die Initiative ergriffen zu haben und natürlich auch darüber, dass es solche aktive Einrichtungen wie die TEB Selbsthilfe – mit diesem hohen, fachlichen Wissen – überhaupt gibt.

Hierfür ein ganz herzliches „Dankeschön“.

Aufgrund des umfangreichen Prospektmaterials, welches meine Schwester von Frau Stang mitgebracht hatte, konnte man sich mit der Materie vertraut machen und sich als Betroffener und Angehöriger gut einlesen. Fand ich richtig toll!

Weil, als ich an Brustkrebs erkrankte, hatte ich ein von der Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe empfohlenes Buch zuerst in den Händen, bevor ich vom Krankenhaus Rottweil ein Prospekt bekommen habe.

Frau Stang hat meine Schwester über die gesamte Leidenszeit betreut und begleitet und wenn sie zufällig im Klinikum Stuttgart gewesen ist, auch besucht. Sehr beeindruckend, was diese Frau mit ihrem Team leistet.

Meine Schwester ist nach 7 Monaten in einem Hospiz verstorben. Sie fühlte sich dort sehr wohl, fand Geborgenheit und durfte – umgeben von liebevollen und einfühlsamen Menschen – in Ruhe und in Würde heimgehen.

Selbst ich durfte die Vorsitzende kontaktieren, wenn ich einen Rat gebraucht habe.

Noch nie hat mir jemand geschrieben: Sie dürfen mich immer und zu jeder Zeit anrufen.

Hut ab! Was für ein Engagement!

Durch ihre schnelle aktive Hilfe, guten Gesprächen und aufmunternden E-Mails hat Frau Stang auch mir sehr geholfen. Nochmals herzlichen Dank dafür!

Schön, dass es Sie gibt! Machen Sie weiter so!

Es grüßt Sie herzlich aus Oberndorf/N.

Ihre dankbare

H. S.

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