Enzyme bei Bauchspeicheldrüsenerkrankte

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Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben
Vortrag „Enzyme bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen“
am 24.09.2012 in Wangen im Allgäu
Referent: Herrn Dr. Ulrich Kirchhausen-Düsing

Der Vortrag zeigte wieder einmal mehr, wie unsicher Betroffene bei der Enzymeinnahme sind. Selbst „alte Hasen“ haben immer wieder Fragen zu diesem Thema. Und so warteten die Teilnehmer gespannt, was der Referent Neues wusste. Frau Krug begrüße alle herzlich und gab dann an Herrn Dr. Kirchhausen-Düsing weiter. Dieser stellte sich und seine Tätigkeit kurz vor und bat die Teilnehmer, bei den jeweiligen Punkten gleich nachzufragen.

Anhand von Folien wurde zuerst der Aufbau der Bauchspeicheldrüse und ihre Funktionen erklärt. Auch die möglichen Krankheiten wurden durchgesprochen. Danach erläuterte der Referent die Enzyme der Bauchspeicheldrüse und welche Aufgaben sie haben. Dabei kamen die ersten Fragen auf. Welche Fette kann ich essen? Normale pflanzliche und tierische oder müssen es besondere sein? Wie viel Fett darf ich essen? Anhand von Aufstellungen über Beispiele für Frühstück, Mittag- und Abendessen zeigte Herr Dr. Kirchhausen-Düsing auf, wie viel Fett in bestimmten Nahrungsmitteln enthalten ist und welche Menge an Enzymen empfohlen wird. Er machte jedoch auch klar, dass man individuelle Probleme – Verträglichkeiten bzw. Unverträglichkeiten – berücksichtigen muss. Einige Fragen seinerseits in die Runde brachten sehr unterschiedliche Ergebnisse bei der Einnahme. Es stellte sich aber heraus, dass einige aufgrund ihrer Symptome doch mehr Enzyme nehmen sollten. Hier empfahl der Referent, selber auszutesten, wie viel gebraucht wird. Als Richtlinie gelte: 2.000 Lipaseeinheiten pro 1 Gramm Fett. Die Dosierung kann aber höher angesetzt werden, da eine Überdosierung fast unmöglich ist. Als Anwendungsform empfahl er die Kapseln, bei Unverträglichkeit von Gelatine oder bei bestimmten Magenerkrankungen ist auch die Granulateinnahme möglich.

Damit sich die Enzyme richtig mit der Nahrung vermischen, ist der Zeitpunkt der Einnahme sehr wichtig, ansonsten wird die Nahrung nicht oder nicht richtig verdaut. Die Folgen sind Bauchschmerzen, Blähungen und Fettstühle. Daher soll die Einnahme im ersten Drittel der Mahlzeiten erfolgen, bei einem ausgiebigen und mehrgängigen Menü nochmals etwa in der Mitte. Auch bei Zwischenmahlzeiten ist evtl. eine Einnahme empfehlenswert. Bei diesem Punkt lagen die Teilnehmer alle richtig. Der Referent wies darauf hin, dass 5-6 kleinere Mahlzeiten am Tag besser wären, als 3 große.

Angesprochen wurde auch die Einnahme von Protonenpumpenhemmern gegen eine Übersäuerung des Magens. Wegen der Nebenwirkungen sind viele Teilnehmer skeptisch und würden lieber auf Basenpulver o.ä. ausweichen. Ob dies ausreiche, müsse jeder für sich selbst entscheiden, betonte der Referent. Auch die Unkenntnis vieler Ärzte zur Enzymeinnahme war ein Gesprächspunkt, oft werde nach Schema verfahren, z. B. 1 Kapsel pro Mahlzeit.

Der Vortrag fand bei allen Teilnehmern großen Anklang und durch die Fragestellungen wurden doch einige persönliche Probleme geklärt. Wir bedankten uns alle ganz herzlich bei Herrn Dr. Kirchhausen-Düsing für den interessanten Vortrag. Frau Krug überreichte dem Referenten ein kleines Präsent als Dankeschön.

Ursula Krug
Gruppenleiterin

 
 

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