4. Nordwürttemberger Symposium in Stuttgart

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Bericht über das 4. Nordwürttemberger Symposium
Samstag, den 02.07.2011 in Stuttgart

Katharina Stang und ich haben am 4. Nordwürttemberger Symposium in Stuttgart teilgenommen, um uns im Sinne der Arbeit von TEB über die neuesten Entwicklungen in der Onkologie zu informieren. Das Thema dieser Tagung waren die Highlights des Amerikanischen Krebskongresses. Dieser Kongress, kurz ASCO genannt, ist das wohl wichtigste Forum zur Präsentation der neuen Entwicklungen in der Krebsmedizin. Die dort vorgestellten Ergebnisse beeinflussen im erheblichen Umfang die klinische Praxis. Allerdings sei vor einer ungeprüften Übernahme immer gewarnt. Dieses Symposium sollte deshalb nicht nur der Vorstellung dieser Ergebnisse, sondern auch der kritischen Auseinandersetzung und Diskussion dienen.

Behandelt auf dem Symposium wurden die wichtigsten Krebsarten: Myelom und Lymphome, gynäkologische Tumore, Brustkrebs, Hautkrebs, die urologischen Tumore (Prostata, Niere, Blase), Lungenkrebs, Darmkrebs sowie die Tumore des oberen Bauchraums. Zu jedem dieser Themenbereiche hielt zunächst ein besonders kompetenter Referent einen Vortrag. Nach jedem Vortrag diskutierte und kommentierte eine spezielle interdisziplinäre Runde von Fachexperten die Bedeutung dieser Ergebnisse, wobei anschließend auch die gesamten Teilnehmer mit einbezogen wurden. Diese Diskussionen verliefen durchaus sehr kritisch, wobei die vorgestellten Studien und ihre Ergebnisse teilweise sehr kritisch hinterfragt wurden. Problematisch war es insofern, wenn Studien zunächst zu völlig widersprüchlichen Ergebnissen gelangten, was dann eine tiefere Auseinandersetzung mit der Studie selbst (Teilnehmerzahl, Auswahl, Ziel usw.) erforderte.

Teilweise konnten atemberaubende Therapieentwicklungen bei verschiedenen Krebsarten vorgestellt werden, insbesondere beispielsweise beim Hautkrebs. Auch die Auseinandersetzung mit den verschiedenen Krebsarten war sehr interessant, da hier unterschiedliche Einstellungen und Ansichten zur Therapie zum Vorschein kamen. Dies zeigte sich einmal in der unterschiedlichen Bewertung von eingesetzten Medikamenten und der verfolgten Zielrichtung (Krebs als chronische Krankheit, progressionsfreie Dauer, Dauer des Gesamtüberlebens).

Relevant auch, dass sich die Therapie von der bisherigen Standardisierung über eine zielgerichtete hin zu einer personalisierten Therapie entwickelt.

Nach dieser Vorstellung hat jeder Betroffene seinen ganz persönlichen Krebs, was eben eine individualisierte Therapie erfordert. Erstaunlich war allerdings das enttäuschende Abschneiden der Immuntherapien.

Besonders ärgerlich war allerdings, dass fast zu allen behandelten Krebsarten beachtliche Neuerungen und Erkenntnisse vorgestellt wurden bis zu einer Ausnahme, nämlich das Pankreaskarzinom. Zu dem für uns wohl wichtigsten Bereich gab es überhaupt keine neuen Erkenntnisse, so dass dieser Bereich ausdrücklich ausgeblendet wurde. Hier stellen sich allerdings viele Fragen nach den Gründen. Fast könnte man glauben, dass diese Krebsart besonders stiefmütterlich behandelt wird.

Insgesamt kann man aber dieses Symposium als eine sehr gelungene Veranstaltung bezeichnen, dessen Besuch sich sehr gelohnt hat. Die Veranstalter haben offensichtlich sehr viel Mühe in Organisation und Ablauf gesteckt, wofür ihnen auch besonders gedankt werden sollte.

Joachim Horcher

 
 

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