5 Jahre "ADEK" als Rezeptur

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5 Jahre Vitamine „ADEK“ als Rezeptur

Die Kombination der Vitamine ADEK, hergestellt von der Firma Falk, war für viele Jahre ein wichtiges Arzneimittel zur Substitution fettlöslicher Vitamine, die Menschen mit fehlender oder ungenügender Fettresorption nicht oder in zu geringem Umfang aufnehmen können.

Dies betrifft nicht nur Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, sondern auch Morbus Crohn, Zölakie und andere. Das wesentliche dabei ist, dass diese Vitamine nicht enteral, dass heißt auf dem normalen Nahrungsweg, sondern parenteral als Injektion oder Infusion eingenommen werden müssen. Orale Vitaminkombinationen sind hier für den Patienten völlig wirkungslos.

Mit einer zwischenzeitlichen Änderung des Arzneimittelgesetzes wurde für die Firma Falk in Freiburg, den einzigen Hersteller der parenteralen Vitamine ADEK, eine Nachzulassung erforderlich, die aber für die Firma Falk aus finanziellen Gründen nicht möglich war. So wurde wegen der fehlenden Zulassung A, D, E, K, - Falk im Jahr 2003 vom Markt genommen. Die Patienten deckten sich entsprechend der Haltbarkeit mit einem gewissen Vorrat ein, der jedoch irgendwann aufgebraucht war.

In dieser Zeit lernte ich Frau Dr. Steinbeck von der Alten Apotheke in Stuttgart Feuerbach kennen. Da diese Apotheke über das reine Verkaufen von industriellen Arzneimitteln hinaus sehr daran interessiert ist, pharmazeutisches Wissen in Beratung und Rezepturherstellung tatsächlich zum Nutzen der Patienten anzuwenden, habe ich Frau Dr. Steinbeck gebeten, zu prüfen, ob ihre Apotheke die inzwischen verschwundenen Vitamine ADEK in irgendeiner Weise den Betroffenen wieder zur Verfügung stellen könnte.

Dabei waren letztlich zwei grundlegende Probleme zu lösen:

Zum einen müssen Arzneimittel immer behördlich zugelassen sein, was mit großem finanziellem Aufwand verbunden ist. Einzige Ausnahme hierfür ist eine ärztliche Verschreibung als Rezeptur.
Zum anderen musste ein Weg gefunden werden, wie die hochempfindlichen Vitamine ohne Wirksamkeitsverlust verarbeitet und in einem möglichst kleinen Volumen gelöst werden konnten.

So verwendet sie abweichend von der Rezeptur der Firma Falk als Trägersubstanz Sesamöl, weil dieses bei der Applikation als weniger schmerzhaft empfunden wird, was auch die Lieferung in fertig dosierten Spritzen Transport und Handhabung sehr erleichtert.

Grundsätzlich besteht kein Abnahmezwang von größeren Mengen.

Es kann individuell jede verordnete Vitaminrezeptur und Zusammensetzung und Menge bestellt werden. Wenn für den Betroffenen oder Arzt Fragen bestehen, so werden diese nach meiner Erfahrung umgehend und ausführlich von einem kompetenten und eigens dafür geschulten Fachpersonal der Alten Apotheke beantwortet.

Die Alte Apotheke informiert vorbildlich telefonisch, per Fax oder auf ihrer Internetseite www.aa-s.de zu allen Fragen über die Vitaminsubstitution.

Beides ist letztlich Frau Dr. Petra Steinbeck mit viel Sachverstand und großem Engagement gelungen, so dass die „Vitamine ADEK“ seit 5 Jahren wieder neu so zur Verfügung stehen.

Seit dieser Zeit habe ich von vielen Betroffenen aus unseren Regionalgruppen und anderen Bundesländern positive Rückmeldungen per Schreiben oder Anrufe erhalten. Betroffene schreiben von einem Segen und einer enormen Verbesserung des allgemeinen Befindens. A, D, E, K verbessert die Lebensqualität und gibt Betroffenen die Möglichkeit, rechtzeitig gegen die Mangelerscheinungen etwas zu tun.

Mir ist keine bessere und ausführlichere Information über die fettlöslichen Vitamine bekannt als auf der Internetseite der Alten Apotheke unter adek.info.pdf nach zu lesen ist.

Was mir persönlich besonders gefällt und wie ich finde auch das Besondere ist, dass Frau. Dr. Steinbeck in ihrer Arbeit immer ein Ohr für die Sorgen, Nöte, Erfahrungen und Anregungen im Umgang mit den doch oft auftretenden Schwierigkeiten (z. B. wie oft, welche Dosis, Kosten, Verschreibungspflichtig) der Betroffenen hat.

Aufgrund meiner persönlichen und erfahrenen Kompetenz und auch den Wunsch vieler Betroffenen konnte ich durch Gespräche und Einladungen in die jeweiligen Gruppen Frau Dr. Steinbeck zur Rezepturherstellung von ADEK Vitaminen anregen und auch gewinnen. Für mich ist der Kontakt zur Alten Apotheke, zu Frau Dr. Steinbeck und ihrem gesamten Team von ungeheurer Wichtigkeit.

Ihre langjährige Erfahrung zu diesem Thema, in welcher Form auch immer wir es benötigen, kann ich als Anregung auch zum Nutzen derer, die dieses Medikament benötigen, weitergeben.

Ich bin stolz, dass es mir gelungen ist, Frau Dr. Steinbeck für meine Idee ADEK wieder herzustellen, gewinnen konnte. Leider stelle ich immer wieder fest, dass in unserem guten Ansatz, Betroffenen zu helfen, auch erhebliche Schwierigkeiten stecken. Es ist nicht leicht, Kassen zu überzeugen, wie lebensnotwendig diese ADEK-Spritzen sein können und dass die Kosten übernommen werden.

Vielleicht können Sie als Leser uns Ihre Erfahrungen hierzu mitteilen.

Vielen Dank
Katharina Stang

 
 

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