7. Ärzte-und Patientenseminar

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Bericht: 7. Ärzte- und Patientenseminar am 09. März 2013 in der Ludwigsburger Musikhalle

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Die TEB e. V. Selbsthilfe veranstaltete nunmehr schon zum siebenten Male in ununterbrochener Folge das Seminar, zu dem erneut weit mehr als 100 Interessierte, Betroffene, Angehörige, aber auch Fachleute erschienen waren.

Ein herzliches Willkommen von Katharina Stang galt der Schirmherrin der diesjährigen Veranstaltung, Frau Karin Maag, Mitglied des Deutschen Bundestages und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages, Herrn Stadtrat Meyer als Vertreter des Oberbürgermeisters der Stadt Ludwigsburg und Herrn Professor Caca, Ärztlicher Direktor der medizinischen Klinik 1 des Klinikums Ludwigsburg, der in dankenswerter Weise für den abwesenden Dr. Schuler die ärztliche Leitung der Veranstaltung übernommen hatte. Weiter konnte Katharina Stang die Vertreterin des Krebsverbandes Baden- Württemberg, Frau Lauer und führende Mediziner mehrerer Kliniken sowie die zahlreichen Gäste, vor allem Betroffene und Angehörige, herzlich begrüßen.

In einer kurzen Einführung versprach Katharina Stang den Teilnehmern der Veranstaltung, Interessantes und Wissenswertes aus berufenem Munde zu hören und auch Gelegenheit zu haben, Fragen an alle anwesenden Fachleute zu stellen, um Antwort auf sie bewegende Probleme zu erhalten. Sie wies besonders auf zwei wichtige Säulen der Arbeit von TEB e. V. hin, nämlich das gut funktionierende Netzwerk und die sehr stark in Anspruch genommene spezifische Beratungsstelle, die inzwischen Betroffene aus der ganzen Bundesrepublik unter Einbeziehung der Mitglieder unseres ärztlichen Beirates und weiterer Spezialisten bei der Bewältigung und Lösung ihrer Probleme berät. Im Jahresdurchschnitt werden nunmehr bereits ca. 2800 Anfragen rund um die Uhr in persönlichen Gesprächen, Telefonaten, Mails und seit Jahresbeginn 2013 auch per Videokonferenzen beantwortet.

Nach der Begrüßung sprach Frau Maag, die zuvor von unserer 2. Vorsitzenden Frau Dr. Steinbeck vorgestellt und mit herzlichen Worten empfangen wurde, Grußworte, wobei sie das hohe ehrenamtliche Engagement der Mitglieder von TEB e. V. und deren professionelles Vorgehen auf Landes- und Bundesebene würdigte und versprach, in der Hauptstadt dafür zu sorgen, dass den Selbsthilfeorganisationen im System der Gesundheitspolitik der Bundesrepublik noch mehr ernsthafte Beachtung gewidmet wird.

Nach den Grußworten von Herr Stadtrat Meyer und Frau Lauer vom Krebsverband Baden-Württemberg (Lesen Sie hierzu "Märchen Traurigkeit Hoffnung"), beide unter-strichen ebenfalls das aktive Wirken von TEB e. V. im Interesse der Betroffenen und ihrer Angehörigen, übernahm das Vorstandsmitglied Herr Horcher die Moderation der Veranstaltung und eröffnete pünktlich die mit Spannung erwartete Vortragsreihe der Fachmediziner. Als erster Referent gab der Pathologe des Ludwigsburger Klinikums, Herr Professor Dr. Hermann, eine Einführung zu dem anstehenden Themenkomplex, die er mit wissenschaftlicher Gründlichkeit aus pathologischer Sicht über Definitionen, Entstehung und Einteilung der Tumoren vortrug und mit aussagekräftigen Fotos unterlegte.

Nach der Kaffeepause ging es entsprechend der Tagesordnung weiter mit einem Vortrag von Herrn Professor Dr. Caca zu Problemen der Diagnostik unter Anwendung von bildgebenden Verfahren.

Frau Dr. Ladurner von der Uniklinik Tübingen referierte zu aktuellen Problemen der operativen Therapie bei Pankreaskarzinomen.

Vor der Mittagspause erörterte Professor Dr. Riedl von der Klinik am Eichert Göppingen die Entwicklung der postoperativen Situation nach Eingriffen bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse. Nach den genannten Vorträgen und bereits während derselben nutzten mehrere Zuhörer die Gelegenheit zu Fragestellungen und erhielten bereitwillig Aufklärung.

In der anschließenden Mittagspause versorgte das Serviceteam von Herrn Lacher alle Teilnehmer mit einem schmackhaften Mittagessen sowie auch mit alkoholfreien Getränken, die, wie übrigens bereits bei den Veranstaltungen in den zurückliegenden Jahren, ebenfalls gespendet wurden.

So gestärkt traten alle Teilnehmer in die nächste Runde der Veranstaltung, die mit einem Vortrag von Frau Wehrle, Sportwissenschaftlerin der Uniklinik Freiburg eröffnet wurde. Sie sprach zu dem Thema Sport in Vorsorge und Therapie bei Krebserkrankungen und begann ihren Auftritt, wie es sich für ihre Disziplin gehörte, mit einigen Lockerungsübungen und leichter Gymnastik, was mit viel Begeisterung angenommen wurde. In ihrem Vortrag erläuterte Frau Wehrle den Zusammenhang zwischen körperlicher Betätigung und Genesung sowie Wiedererlangung der physischen Leistungsfähigkeit und der Verringerung von Depressionen und Angst.

Der folgende Referent, Herr Professor Dr. Geißler, Klinikum Esslingen, erörterte in seinem Vortrag neue Entwicklungen der medikamentösen Therapie unterstützender Chemotherapie, Immuntherapie und Impfung unter den wichtigen Aspekten, was bisher als gesichert gilt, was als hoffnungsvoll und was als nutzlos zu betrachten ist.

Daran anschließend stellten Herr Professor Geißler und Herr Krause, Mitglied des TEB e. V. gemeinsam die nach empirischen Untersuchungen und Befragungen betroffener Mitglieder des TEB e. V. im Zeitraum 2010/2011 erarbeitete „Patientenstudie Pankreaserkrankungen“ vor. Sie gingen auf wesentliche Untersuchungsergebnisse der umfangreichen Befragungen von Patienten mittels Fragebögen und deren akribischer Auswertung ein. Die Patientenstudie erfüllt nach Einschätzung der an ihrer Erarbeitung beteiligten Mediziner hohe wissenschaftliche Anforderungen und hat Ergebnisse zutage gefördert, die für die weitere Versorgung der Betroffenen und den Umgang mit ihnen sowie deren Betreuung durch die Ärzte in der Nachsorge von eminenter Wichtigkeit sind.

Diese Studie ist zugleich Beweis für die wertvolle Arbeit von TEB e. V. mit den Betroffenen und enthält wichtige Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit. In diesem Sinne wurde sie auch von den Teilnehmern des Ärzte- und Patientenseminars gewürdigt.

Mit Interesse verfolgten die Teilnehmer unserer Veranstaltung den anschließenden Vortrag von Herrn Dr. Schlott von der Filderklinik Filderstadt über Möglichkeiten des Einsatzes der Komplementärmedizin in der Onkologie. Er ging in seinem Beitrag besonders auf Aspekte der ganzheitlichen Behandlung von Tumorerkrankungen ein. Zum Inhalt seines Vortrages gab es, wie auch zu den vorherigen Vorträgen, Fragen aus dem Forum, die allesamt erschöpfend beantwortet wurden.

Den Abschluss der Reihe von Vorträgen bildeten die Ausführungen von Frau Dr. Klapproth aus Esslingen zu Möglichkeiten der Psychoonkologie als unterstützende Maßnahmen für Patienten und deren Angehörige bei der Bewältigung der vielfach auftretenden psychischen Belastungen, die sich aus der Diagnose und dem Verlauf der schweren Erkrankung ergeben.

Schließlich wurden von den anwesenden Experten die in einer Zettelbox während der Veranstaltung gesammelten Fragen von Teilnehmern umfassend beantwortet.

Nach einem kurzen Schlusswort von Katharina Stang, in welchem sie den positiven Verlauf der Veranstaltung und deren hohes wissenschaftliches Niveau hervorhob, den Medizinern und Teilnehmern für ihre Mitarbeit dankte, und die Veranstaltung als Ausdruck erfolgreichen Wirkens von TEB e. V. wertete, wurde das 7. Ärzte- und Patientenseminar von TEB e. V. beendet.

Beim abschließenden Genuss von Kaffee und Kuchen ergaben sich noch zahlreiche Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen zwischen den Besuchern der Veranstaltung und den Medizinern sowie den Vorstandsmitgliedern von TEB e. V.

Bereits hier wurde auf das am Abend stattfindende Benefizkonzert mit R.E.A.C.H.- Country hingewiesen. Lesen Sie zu dieser überaus erfolgreichen Veranstaltung den gesonderten Bericht, der sich ebenfalls auf unserer Homepage befindet.

Klaus Bibow

 
 

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