Bericht 5. Ärzte- und Patientenseminar 2011-1

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5. Ärzte- und Patientenseminar am 12.03.2011 in der Musikhalle Ludwigsburg

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Bei unserem 5. Ärzte- und Patientenseminar war der Saal bis auf den letzten Platz besetzt, es kamen deutlich mehr Teilnehmer als angemeldet waren. Das lag sicher einerseits am wirklich guten Programm, andererseits aber auch daran, dass viele unseren Schirmherrn, Herrn Dr. Heiner Geißler, persönlich erleben wollten. Gekommen waren auch der Landtagsabgeordnete Herr Klaus Herrmann und Frau Wohland-Braun vom Krebsverband Baden-Württemberg.

Die ärztliche Leitung der Veranstaltung hatte Herr Professor Michael Geißler. Unser Moderator, Herr Klaus Krause, war leider krankheitsbedingt verhindert, so dass unser Vorstandsmitglied Joachim Horcher die Moderation übernahm.

In meiner Eröffnungsrede stellte ich TEB e. V. vor. Fünf Jahre ließ ich Revue passieren, Höhen und Tiefen, Freude und Leid, Erfolge und Niederschläge: alles sprach ich an. Das schwere Krankheitsbild, die hohen Verluste, die Konfrontation mit der Endlichkeit und die Hoffnungslosigkeit, die diese Gruppe und Organisation begleiten. Selbstverständlich sprach ich auch die finanzielle Situation an. Neue Ziele, Aufgaben und Ideen stellte ich in den Mittelpunkt und versuchte nur an kleinen Beispielen deutlich zu machen, was wir unseren Mitgliedern bieten wie z. B. regelmäßige Gruppentreffen, persönliche und telefonische Beratungen, Kochen für und mit Betroffenen, Expertentelefon, Hilfe am Krankenbett, monatliche Workshops. Die Anwesenden dankten mit einem großen Applaus.

Mit Stolz und großer Wertschätzung begrüßte ich unseren Schirmherrn Dr. Heiner Geißler. In seiner Rede lobte er die gute Arbeit, den ehrenamtlichen Einsatz und das besondere Netzwerk von TEB e. V.. Durch seinen Sohn Michael Geißler, Mitglied im Ärztlichen Beirat von TEB e.V, ist er bestens über unser Tun und Handeln informiert. In seiner sehr politischen Ansprache hat er besonders die Ökonomisierung der gesamten Gesellschaft angeprangert, die insbesondere in den sozialen Bereichen - und hier vor allem im Gesundheitswesen - zu Missständen führt. Für total falsch hält er, dass Patienten immer mehr zu Kunden werden. Es folgte ein großer Applaus.

Herr Klaus Herrmann stellte zunächst in groben Zügen die Stadt Ludwigsburg vor und hat sich anschließend mit einer sehr persönlichen Ansprache an uns gewandt. Er sagte u. a., dass er sehr genau zugehört habe, aber im Moment keine Lösung für TEB hätte. Er gab mir und allen Anwesenden sein Wort, dass er nach der Landtagswahl in unsere Geschäftstelle komme, um vor Ort mit mir über die eventuelle Möglichkeit einer besseren Finanzierung zu sprechen. Ich nahm dieses Versprechen gerne an!

Frau Wohland-Braun stellte die Einmaligkeit von TEB in den Vordergrund. Ein Netzwerk, dass so gut funktioniert, schnelle Wege, kompetente Fachleute, Kooperationen und Verknüpfungen sind und bleiben einmalig. Sie unterstützt die Forderung von TEB e. V., Herrn Professor Geißler und des gesamten Ärztlichen Beirats, dass wir in Zukunft als „außergewöhnliche Gruppe“ geführt werden.

Der erste Teil der Veranstaltung hatte folgende Themen:

    Management der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung:
    Behandlung der Komplikationen
    Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung
    - Risikofaktoren und Therapien
    Enzymsubstitution bei Bauchspeicheldrüsenerkrankungen
    Zystische Veränderungen der Bauchspeicheldrüse, wie gehe ich damit um?

Alle Referenten haben ihre interessanten Vorträge, untermauert durch eindrucksvolle Bilder und Aufnahmen, anschaulich und verständlich vermittelt. Nach jedem Vortrag konnten Fragen gestellt werden, die alle beantwortet wurden.

Die Zeit verging wie im Flug und die Mittagspause war dringend notwendig. Viele Teilnehmer freuten sich, den einen oder anderen Teilnehmer aus den verschiedenen Gruppen zu treffen und einen kleinen Plausch zu halten. Man sprach auch über die eine oder andere Möglichkeit der Behandlung. Viele nutzten auch die Gelegenheit, um ein persönliches Gespräch mit den Ärzten zu führen.

Der zweite Teil hatte folgende Themen:

    Erbliche Krebserkrankungen mit Beteiligung der Bauchspeicheldrüse
    Welche palliativmedizinischen Möglichkeiten gibt es beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?
    Onkologie im Internet: Was ist empfehlenswert, was ist seriös, wie gehe ich mit den Informationen um?

Auch diese Vorträge waren sehr interessant und informativ. Viele Fragen wurden gestellt und vieles wurde diskutiert. Leider haben wir auch heute keine Entwarnung bekommen: Bauchspeicheldrüsenkrebs ist zur Zeit nicht heilbar!

Neu in diesem Jahr war die abschließende Podiumsdiskussion mit fünf Referenten. Es wurden einerseits Fragen, die zuvor in einer Zettelbox gesammelt worden waren, verlesen und beantwortet, andererseits entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Wir alle waren überrascht, wie viele Fragen gestellt wurden. Vor allem hatten Betroffene, die sich nicht so gerne an ein Mikrofon wagen, die Möglichkeit, über die Zettelbox ihre Fragen zu stellen.

Wir hätten noch stundenlang Fragen beantworten können, doch die Zeit drängte.

Ich dankte allen Referenten für ihren ehrenamtlichen Einsatz und allen Helfern vor und hinter den Kulissen.

Der AOK Baden-Württemberg dankte ich ausdrücklich für ihre Projektförderung nach § 20 c SGB V, ohne die wir diese Veranstaltung nicht schultern könnten. Herzlichen Dank.

Zum Abschluss lud ich alle zu der anschließenden Feier „5 Jahre TEB e. V.“ ein.

Katharina Stang

 
 

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