Diabetes Typ 3 c Schulung in Landau vom 16. bis 19.10.2017

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Beim regelmäßigen Treffen der Regionalgruppe Mittlerer Neckar habe ich erfahren, dass eine Schulung unter der Leitung von Herrn Dr. Kress in Landau angeboten wird. Da ich seit Jahren mit dem Diabestes Typ 3 c behaftet bin und immer wieder mit Unterzuckerungen zu kämpfen habe, war das die Gelegenheit, meine Situation zu verbessern.

Ich ging zu meinem Arzt, berichtete ihm davon und bat um eine Krankenhaus-Einweisung, die ich auch bekam. Zusammen mit einem weiteren Gruppenmitglied fuhr ich nach Landau und wir nahmen an der Schulung teil.

Sehr viele interessante Themen wurden an diesen vier Tagen vom qualifizierten Fachpersonal im Vinzentius Krankenhaus in Landau angesprochen und erklärt. Wie z. B. die Erklärungen der Begrifflichkeiten von Diabetes:

  • ICT = intensivierte konventionelle Insulintherapie d. h.: 3-5 Insulininjektionen/Tag,
  • Basal Insulin = Grundversorgung (1-2 Injektionen Verzögerungsinsulin (Langzeitinsulin)),
  • Bolus Insulin = „Essensinsulin“ zu den Mahlzeiten,
  • „Korrekturinsulin“ (zur Korrektur erhöhter BZ-Werte (Kurzzeitinsulin),
  • Zielwert = Blutzuckerwert vor den Mahlzeiten oder den
  • BE-Faktor = Insulindosis IE (Insulineinheit)/BE=Berechnungseinheit entspricht der früheren Broteinheit).

Die sehr gut geschulten Mitarbeiter konnten alle unsere gestellten Fragen beantworten.

Die Themen Ernährung, Bewegung, Fahrtauglichkeit, Reisen und erforderliche Blutuntersuchungen bei Diabetes mellitus Typ 3 c, die sehr wichtig sind, wurden ausführlich besprochen.

Das Thema Fahrtauglichkeit und Diabetes war für mich ein ganz besonders wichtiges Thema. Bekannt war mir, dass Diabetiker sich vor Fahrantritt messen und den Wert (darf nicht unter 120 mg/dl sein) dokumentieren müssen. Mir war nicht ausreichend bekannt, wie ich mich in einer Notfallsituation (Unterzuckerung) richtig verhalten sollte und wie die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) zu deuten sind. Heute weiß ich darüber besser Bescheid und fühle mich auch sicherer. Ab sofort liegt in meinem Auto ein Notfall-Kit mit Messgerät, Teststreifen, Lanzetten, Traubenzucker, Saft oder anderen zuckerhaltigen Getränken immer griffbereit im Handschuhfach.

Sobald ich erste Anzeichen einer eventuellen Unterzuckerung, während ich am Steuer sitze, spüre, werde ich sofort folgende Maßnahmen ergreifen:

  • rechts ranfahren,
  • Warnblinker anmachen,
  • ganz wichtig: Im Gegensatz zu anderen Verkehrsteilnehmern muss der Diabetiker im Auto sitzen bleiben (nicht aussteigen und hinter die Leitplanke gehen).
  • Traubenzucker oder Saft zu sich nehmen, Messen, so lange sitzen bleiben, bis sich der Blutzuckerwert wieder normalisiert hat.
  • Kontrollmessung nach ca. 20 Minuten.
  • Ich werde die Fahrt erst wieder fortsetzen, wenn ich mir sicher bin, dass der Zucker wieder im Normbereich ist und ich mich im Stande fühle, weiter zu fahren.
  • Auf langen Fahrten werde ich jetzt alle zwei Stunden eine Messpause einlegen.

Es folgten zwei Bewegungseinheiten, bei denen konnten wir sehen, dass Sport und Bewegung bei den meisten Teilnehmern positive Auswirkungen auf den Blutzuckerwert hatten. Wichtig ist hier, ein individuelles Maß für sich selbst zu finden, da jede Überanstrengung wieder zu einem erhöhten Blutzuckerwert führen kann.

Sehr schön empfand ich, dass wir sämtliche Unterlagen mit nach Hause bekamen, da kann man sich doch das eine oder andere nochmal durchlesen.

Die 4 Tage waren zwar anstrengend aber zugleich sehr lehrreich und ich bin froh, dass ich teilnehmen durfte. Alles in allem eine sehr gelungene Schulung, die ich jedem Diabetiker Typ 3 c nur empfehlen kann.

Ich danke der TEB e. V. Selbsthilfe sowie Dr. Kress und seinem gesamten Team vom Vinzentius Krankenhaus in Landau für die Organisation und Durchführung der Schulung.

U. D.

 
 

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