"Ein besonderer Wunsch wird erfüllt"

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Bericht Ein besonderer Wunsch wird erfüllt
Datum: Donnerstag, 22. Dezember 2011

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Von einer Mutter, deren Sohn im Alter von 20 Jahren an einem Pankreatoblastom erkrankt ist, erhielt ich vor ein paar Wochen eine e-Mail. Ich wusste, dass es sich hierbei um eine schwere Erkrankung handelt, die sehr selten bei Kindern auftritt.
Ich habe mich zunächst bei unserem Ärztlichen Beirat über die neuesten Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten informiert, um ein fundiertes Wissen zu bekommen.
Was kann man für J. tun? Was gibt es für Möglichkeiten? Wie kann man dem jungen Mann nach der W. Operation helfen? Wie verbessere ich seine Lebensqualität?
Als ich J. zu einem weiteren Gespräch mit einem Professor aus unserem Ärztlichen Beirat begleiten wollte, war J. nicht anwesend, da es ihm sehr schlecht ging. Das Gespräch führten seine Mutter und ich trotzdem durch. Danach entschied ich mich, J. zu Hause zu besuchen, um ihn persönlich kennenzulernen und mir ein eigenes Bild von ihm zu machen.
Eines Nachmittags stand ich vor seiner Tür, J. öffnete und nachdem ich erklärt habe wer ich bin, ließ er mich ein. Wir sprachen über dies und das. Dabei ließ ich meine eigenen Erfahrungen im Umgang mit der Erkrankung nicht aus. Schon allein meine Aussage, dass es mir zu Anfang meiner Erkrankung nicht gut ging und ich ihn sehr gut verstehen kann, schaffte ein besonderes Vertrauensverhältnis.
In vielen Dingen konnte ich ihm helfen, indem ich ihm erklärte, warum manche Therapie und Behandlung sein muss. Genauso erklärte ich ihm die richtige Einnahme und Dosierung der lebensnotwendigen Enzyme. Vieles war neu für J., leider wurde er nur spärlich aufgeklärt.
Es war ein toller Nachmittag, wobei ich später auf der Heimfahrt sehr damit beschäftigt war, das gehörte zu verarbeiten.
Einige Tage später bekam ich von der Mutter die Nachricht, J. geht es nach der richtigen Einnahme der Enzyme besser. Das war für mich wie ein Geschenk, mir ist es gelungen, J. wieder Lebensfreude und Lebensqualität zu vermitteln.
Der nächste Anruf kam und ich erfuhr von der Mutter, dass es J. wieder sehr schlecht geht. Bei einer erneuten Untersuchung, die alles andere als gut ablief, kamen wieder Ängste bei J. hervor. Er war kraft- und mutlos.
Ganz spontan fragte ich, womit könnten wir J. eine Freude machen? Ich wollte, dass er spürt, dass ganz viele Menschen an ihn denken und ihm Kraft geben, um weiter zu kämpfen.
Drei Wünsche wurden genannt. Jetzt lag es an mir, diese umzusetzen. Ich suchte nach Möglichkeiten.
Zwei Wünsche konnte ich nicht erfüllen. Doch bei dem dritten Wunsch konnte ich mir eine Lösung vorstellen. J. wünschte sich, in einem besonderen AMG-Mercedes zu fahren. Was für ein Wunsch. Wo sollte ich mich hinwenden? Wer hilft mir?
Plötzlich kam mir die Idee, Herrn P. bei Mercedes Benz anzurufen, den ich schon seit längerem kenne und ich die Hoffnung hatte, dass er mir weiterhelfen kann. Ich nahm allen Mut zusammen und schilderte mein Anliegen. Er hörte mir zu und sagte: "Mal sehen, ob ich ihnen helfen kann. Ich melde mich nochmals sobald ich mit meinem Vorgesetzten gesprochen habe."
Nach ein paar Tagen kam ein Anruf. Es sieht gut aus, erhielt ich die Auskunft. Ich brauche aber noch einige Formalitäten, die ich, da ich die Zusage der Mutter hatte, gerne weitergab.
Nach kurzer Zeit erhielt ich die Nachricht von Herrn P., dass alle Verantwortlichen zugestimmt haben. Der Wunsch konnte erfüllt werden.
Zusammen mit Herrn P. fuhren wir gemeinsam zu J., um ihn mit dieser besonderen Überraschung zu konfrontieren.
Ohne Vorahnung öffnete er die Tür und bat uns herein. Zuerst sprachen wir über Allgemeines und wie momentan sein Gesundheitszustand ist.
Nach wenigen Minuten sprach Herr P. J. direkt an und meinte:"Uns ist zu Ohren gekommen, dass Du ein großer Freund von tollen Autos bist." Als das Gespräch auf Autos kam, strahlten seine Augen und er erzählte von seiner Ausbildung als Mechatroniker.
Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, das Geheimnis unseres Kommens zu lüften. Herr P. überreichte zuerst eine Pressemappe mit vielen Bildern von außergewöhnlichen Autos. J. sah sie an und war Feuer und Flamme.
Ich glaube, das alleine hätte J. schon gereicht. Doch Herr P. setzte noch eins drauf und verpackte es mit liebevollen Worten. Er überreichte J. einen schön gestalteten Gutschein mit dem Inhalt einer Mitfahrt als Beifahrer in einem AMG-Mercedes.
Den Termin kann J. selbst entscheiden, wenn er sich gesundheitlich hierzu in der Lage fühlt. Nie werden ich und Herr P. diesen Moment der Überraschung und den Ausdruck der Freude von J. vergessen. J. war platt und konnte kaum sprechen. Immer wieder las er, was in dem Gutschein geschrieben stand.
Mein Ziel war erreicht. Aber ohne die wunderbare und selbstlose Hilfe von Herrn P. hätte ich dies nicht verwirklichen können. Wir gingen zufrieden nach Hause.
Ich danke allen, die dazu beigetragen haben, besonders den Verantwortlichen bei Mercedes-Benz und AMG, für Ihre Hilfe und Unterstützung. Sie gaben einem jungen Mann die Kraft, weiter zu kämpfen.

Katharina Stang
Vorsitzende von TEB e. V. Selbsthilfe

 
 

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