Förderpreis 2008

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Ein Meilenstein in der jungen Geschichte von TEB e.V.

Mit orakelhaften Worten lud mich Frau Wohland-Braun, Leiterin der Geschäftsstelle des Krebsverbandes Baden-Württemberg, zur Feierstunde „35 Jahre Krebsverband“ am 09. Juli 2008 ein: Für TEB e.V. gäbe es anlässlich der Verleihung der diesjährigen Förderpreise des Krebsverbandes im Rahmen der Jubiläumsfeier eine Überraschung, mehr wolle sie jedoch nicht verraten.

In einer sehr schönen Feierstunde, von Professor Aulitzky gekonnt und gefühlvoll moderiert, wurde die fünfundzwanzigjährige Geschichte des Krebsverbandes Baden-Württemberg mit seinen engagierten MitarbeiterInnen durch Reden und Grußworte aus Politik und Gesundheitswesen gewürdigt. Die emotional aufrüttelnde Aufführung einer Laiengruppe von Betroffenen aus Villingen - Schwenningen, die das Publikum an ihrer persönlichen Entwicklung durch die Erkrankung teilnehmen ließ, unterstrich, wie wichtig die Unterstützung des Krebsverbandes für die Arbeit der Selbsthilfegruppen bei dieser schweren Erkrankung ist.


Dann kam der spannende Moment der Preisverleihung der Förderpreise:

Professor Aulitzky betonte, dass ausnahmslos alle Selbsthilfegruppen, die sich mit dem Thema Krebs befassen, Großartiges leisten und für die Betroffenen eine große, unverzichtbare Hilfe seien. Es war daher schwierig, Kriterien festzulegen, nach denen die Preise vergeben werden sollten.
Die Jury einigte sich darauf, mit dem diesjährigen Förderpreis Selbsthilfegruppen auszuzeichnen, die eine Vorreiterrolle in Baden-Württemberg einnehmen.
Der 3. Preis belohnte Monika Dörflinger und Jutta Vincent von der Frauenselbsthilfegruppe Rheinfelden, die sich der Aufgabe angenommen haben, Krebserkrankten durch ehrenamtliche Nachtwachen die Angst vor den langen, einsamen Nächten zu nehmen und damit gleichzeitig eine Entlastung von Angehörigen und PflegerInnen zu bewirken.
Den 2. Preis bekam Helmut Schiro von der Prostataselbsthilfegruppe Böblingen, die das Projekt „Krebskranke Männer – die Fragen der Partnerinnen“ ins Leben gerufen haben. Professor Aulitzky erklärte, dass es für Männer sehr schwierig sei, ihre Nöte bei dieser Erkrankung in einer Selbsthilfegruppe offen anzusprechen. So hatte bisher keiner an die Partnerinnen mit ihren Ängsten, Fragen und Problemen gedacht. Ja und dann kam die große Überraschung für TEB e.V.:
Nur zwei Jahren nach seiner Gründung wurde das große persönliche Engagement seiner 1. Vorsitzenden, Katharina Stang, mit dem 1. Preis belohnt.
Professor Riedel als Vorsitzender des ärztlichen Beirats 2007/2008 hatte Katharina Stang für einen Förderpreis vorgeschlagen und ausführlich die Arbeit von TEB e.V. dargelegt. Die umfangreichen und sehr ansprechenden Bewerbungsunterlagen von TEB e V. überzeugten die Mitglieder der Jury, dass hier Außergewöhnliches geleistet wird und neue Wege beschritten werden. Sie einigten sich, den begehrten 1. Preis an Frau Katharina Stang zu verleihen.

Damit ist ein Meilenstein für TEB e.V. gesetzt und alle Engagierten sind für die Mühen und Schwierigkeiten der zweijährigen Aufbauphase entschädigt. Mit der Verleihung des 1. Förderpreises des Krebsverbandes BW wurde TEB e.V. öffentliche Anerkennung zu Teil.

Bietet doch der Verein einzigartige Hilfestellung für an Bauchspeicheldrüsenkrebs-erkrankte, deren Prognose, wie Professor Aulitzky in seiner sehr persönlich gehaltenen Laudatio an Frau Stang betonte, noch immer sehr düster sei! Insbesondere würdigte er die trotz aller menschlichen Komponenten sehr fach- und sachbezogene Ausrichtung dieser Selbsthilfegruppe, die sich vor allem in der hochkarätigen Besetzung ihres ärztlichen Beirates und weiterer Fachausschüsse widerspiegelt.
Die Kontinuität der Arbeit dieser Selbsthilfegruppe stellt die eigentliche Herausforderung dar, und er gratulierte Frau Stang sehr herzlich für den Zuspruch, den ihre Gruppe durch die stetig wachsende Mitgliederzahlen erfährt.

Frau Stang, freudig überrascht über diese unerwartete Auszeichnung, bedankte sich beim Krebsverband BW sehr herzlich für den ersten Preis und zeigte anhand persönlich gemachter Erfahrungen, wie wichtig es für sie ist, die Erkrankten auf ihrem Weg zu begleiten und die Angehörigen zu unterstützen. Sie brachte zum Ausdruck, wie diese öffentliche Anerkennung für TEB e.V. ihre zukünftige Arbeit erleichtern wird.

Im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder von TEB e.V. bedanke ich mich beim Krebsverband Baden-Württemberg für die Entscheidung, die Lebensleistung von Katharina Stang mit dem 1. Preis zu würdigen.

Stuttgart, den 11.Juli 2008
Dr. Petra Steinbeck
2. Vorsitzend

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