Gruppentreffen RG Allgäu-Schwaben am 8. Oktober 2019

Wie jeden Monat trafen sich Betroffene und Angehörige in Memmingen zu ihrem Gruppentreffen. Doch heute war es nicht nur ein Gruppentreffen wie sonst üblich, sondern es wurde ein Gast erwartet, der einen Vortrag zu dem Thema: „Chemotherapien und ihre Nebenwirkungen“ halten sollte.

Pünktlich traf die Rednerin, Frau Wierl, ein. Sie arbeitet als Schwester in der Onkologie und ist auch Trauerbegleiterin im Klinikum Memmingen. Sehr viele Menschen werden von ihr betreut und begleitet.

So waren wir alle sehr gespannt, was wir heute an neuen, wichtigen Erfahrungen und Informationen bekommen werden.

Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung übergab ich das Wort an Frau Wierl. Sie stellte sich kurz vor und stieg sogleich in das heutige Thema: „Chemotherapien und ihre Nebenwirkungen“ ein. Sie schilderte uns sehr verständlich, welche Nebenwirkungen bei Betroffenen, die eine Chemotherapie erhalten, auftreten können.

Bevor sie auf diese Nebenwirkungen einging, erläuterte sie, wie wichtig Ernährung und Bewegung sind. Sie betonte ausdrücklich, dass eine ausgewogene Ernährung und ausreichende Bewegung von sehr großer Bedeutung sind und dass darauf besonders zu achten ist. Die Ernährung ist das Fundament, denn auf einen geschundenen, unterversorgten Körper kann man keine Chemo aufbauen. Das leuchtete uns allen ein, wohlwissend, dass wir oft nicht mehr essen können oder wollen.

Danach erklärte sie uns, dass heute verschiedene Chemotherapien (Zytostatikas) beim Bauchspeicheldrüsenkrebs verabreicht werden und dass diese auch unterschiedlichen Nebenwirkungen haben können.

Sie erläuterte die Nebenwirkungen, die am häufigsten auftreten:

  • Übelkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Abfall der weißen Blutkörperchen
  • Durchfälle
  • Müdigkeit
  • Neuropathie
  • Mundschleimhautentzündung bzw. Mundtrockenheit
  • Schlafstörungen

Sie führte aus, dass es heute sehr viele Möglichkeiten gibt, um die Nebenwirkungen abzumildern, damit sie für die Betroffenen erträglicher werden. Uns allen wurde bewusst, dass es eine Chemotherapie ohne Nebenwirkungen nicht gibt, und doch ist es wichtig zu wissen, was man selbst tun kann.

Bei Übelkeit können schon bei der Verabreichung der Chemo Mittel (Medikamente) im Vorfeld gegeben werden.

Bei Appetitlosigkeit empfiehlt Frau Wierl, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen sowie Ingwer- oder Wermuttee zu trinken.

Massage mit einem Igelball oder Hand- und Fußbäder mit Öl können bei Neuropathie Erleichterung bringen.

Eiswürfel mit Ananassaft oder gefrorene Ananasstücke mildern Beschwerden bei Mundschleimhautentzündungen und Mundtrockenheit.

Im Klinikum Memmingen, in dem Frau Wierl arbeitet, ist es möglich, zusätzlich mit Aromatherapie Beschwerden zu verringern oder verschiedene Öle einzusetzen. So z.B. ein spezielles Schmerz-Öl bei Polyneuropathien und dem Hand-Fuß-Syndrom.

Bei Mundschleimhautentzündungen und Strahlenschäden der Haut kann Rosenhydrolat Erleichterung bringen.

Ein Spray gegen Übelkeit, Schlaf-Öl, Gute-Nacht-Spray, Bauchmassage-Öl oder einige Tropfen reines Orangenöl in einem Glas Mineralwasser können Appetitlosigkeit lindern.

Auch Bachblüten können Hilfe zur Selbsthilfe sein. Diese Mittel sind in Apotheken erhältlich, die sich auch mit Aromatherapie befassen.

Frau Wierl schloss ihren Vortag mit folgendem Appell: „Achten Sie auf sich! Bei länger anhaltenden Beschwerden unbedingt den behandelnden Arzt informieren! Gehen Sie positiv in eine Chemotherapie!“

Alle Teilnehmer und insbesondere ich dankten Frau Wierl mit einem großen Applaus!

Wie kann es anders sein, - wir hatten noch viele Fragen, die von Frau Wierl ausführlich und zu unserer vollsten Zufriedenheit beantwortet wurden. Es war für uns alle ein sehr interessanter, informativer und auch, trotz der Schwere des Themas, kurzweiliger Nachmittag.

Von ganzem Herzen sagten wir danke und verknüpften damit gleichzeitig die Bitte an Frau Wierl, uns im nächsten Jahr wieder einmal zu besuchen.

Danach schloss ich die Gruppe und wünschte allen einen guten Nachhauseweg.

Ursula Krug
Gruppenleiterin

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