Hilfe am Krankenbett

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Projekt: Hilfe am Krankenbett

Wie schon in den vergangenen Jahren wurde das Projekt „Hilfe am Krankenbett“ von der KKH nach §20c SGB V gefördert.
Schon der Projektname sagt, es geht hierbei um die unmittelbare Unterstützung der hilfebedürftigen Erkrankten in den für sie schwierigsten Lebenslagen. Zur Realisierung dieses Projektes waren sehr viele unterschiedliche Aufgaben zu lösen.

Einsatz ehrenamtlicher Helfer
Um das Projekt durchführen zu können, brauchen wir ehrenamtliche Helfer, welche die Betroffenen nach Absprache am Krankenbett (in der Klinik aber auch zu Hause) besuchen, sie betreuen und ihnen Hilfe und Beistand während der Phase der akuten Erkrankung und auch bei der kompletten Nachsorge gewähren.

Die Betreuung wird in immer stärkerem Maße angenommen, fühlen Betroffene und ihre Angehörigen doch, dass sie mit ihren Sorgen, Nöten und Problemen nicht allein gelassen werden. Aus diesen Erkenntnissen resultiert die unabdingbare Notwendigkeit der Vergrößerung der Anzahl ehrenamtlicher Helfer, die sich mit hohem persönlichen Engagement dieser schwierigen und aufopferungsvollen, sehr viel Feinfühligkeit und Einfühlungsvermögen verlangenden Tätigkeit von TEB e. V. widmen.

Wie wichtig diese Seite unserer Tätigkeit, die oftmals durch Außenstehende gar nicht wahrgenommen wird, für die Erkrankten und ihre Angehörigen ist, ergibt sich unter anderem schon daraus, dass aufgrund entstehenden und gebildeten Vertrauens persönliche Anfragen und Bitten um kurzfristige Begegnungen von Betroffenen und ihren Angehörigen immer häufiger auftreten und auch zu ungewöhnlichen Zeiten geäußert werden.

All unsere ehrenamtlichen Helfer müssen auf Grund des in aller Regel schweren Krankheitsbildes und des komplizierten Krankheitsverlaufs sowie der daraus resultierenden erheblichen psychischen Belastung eine regelmäßige Schulung und Betreuung durch umfassende Supervision bekommen.

Schulung der ehrenamtlichen Helfer
Im Jahr 2012 wurden die im Bereich Hilfe am Krankenbett tätigen ehrenamtlichen Helfer von TEB e. V. durch Frau Mellis, Supervisorin auf diesem speziellen Gebiet, unter anderen zu den Themen:

- Selbstmanagement bei der Arbeit
- Sicherer, aber verbindlicher Umgang mit Erkrankten und Angehörigen
- Bewältigung von Stresssituationen
- Abbau eigener psychischer Belastungen beim Einsatz umfassend geschult.

Neben Kommunikation mit Gleichgesinnten ist der sorgsame Umgang mit den eigenen Kräften für alle, die Hilfe am Krankenbett leisten, wichtigste persönliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz.

Der anspruchsvolle Einsatz am Krankenbett in der Klinik bei Patienten, die unmittelbar zuvor mit der schwerwiegende Diagnose von oftmals unheilbar verlaufenden Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder mit einer Eskalation der Krankheit konfrontiert wurden, erfordert hohes Einfühlungsvermögen und gleichzeitig die Fähigkeit, sich abzugrenzen.

Speziell ehrenamtliche Helfer von TEB e. V. ohne professionelle Ausbildung brauchen dringend "Handwerkszeug" und notwendiges Wissen, um diesen speziellen Situationen gewachsen zu sein und sie auch persönlich ohne psychische Schäden zu überstehen.

Neben dem direkten Input sind auch der moderierte Erfahrungsaustausch und das direkte Eingehen auf offene Fragen Bestandteil der Schulungen gewesen, was die oftmals erheblichen Belastungen der ehrenamtlichen Helfer zu mildern hilft.

Die Schulungen wurden von allen Teilnehmern als wichtig und hilfreich bezeichnet.


Einzelne Gesprächsführungen vor Ort
Die ehrenamtlichen Helfer wurden bei Besuchen bei ihren Gruppenmit- gliedern oftmals von Frau Stang begleitet, da zwischen ihr und den Betroffenen häufig eine sehr enge Bindung bestand. Dabei konnte den Helfern einerseits das Gefühl vermittelt werden, dass an sie gedacht wurde und sie gebraucht werden, ihre Arbeit sehr wichtig ist und anderseits wurde ihnen der Druck genommen, das Gespräch alleinverantwortlich führen zu müssen.
Genauso wichtig ist das regelmäßige Einzelgespräch, jeder Helfer fühlt, denkt und handelt individuell.
Regelmäßige Beratungen zum gegenseitigen Austausch der bei den Gesprächen mit Betroffenen und Angehörigen gesammelten Erkenntnisse sind unbedingt erforderlich. Sie dienen dem Abbau von Vorbehalten und Ängsten, wie der weiteren Qualifizierung der Tätigkeit

Kontakt zu den Ärzten
Betroffene und Angehörige wissen nur dann von der Möglichkeit, Hilfe von TEB e. V. zu erhalten, wenn sie darüber rechtzeitig, hinreichend und richtig informiert worden sind. Gleiches trifft für TEB e. V. zu. Wir können nur helfen, wenn wir wissen, wo es Bedarf an unserem Projekt“ Hilfe am Krankenbett“ gibt.
Ärzte informieren Betroffene und deren Angehörige über das Angebot von TEB e. V. und geben uns Hinweise über bestehenden Bedarf und Dringlichkeit. Deshalb ist es ungeheuer wichtig, regelmäßige Kontakte zu den verantwortlichen Ärzten in den Kliniken zu unterhalten, uns immer wieder neu vorzustellen, in Erinnerung zu bringen und Infomaterial auszuhändigen.

Kontakt zum Pflegepersonal
Das Zusammenwirken mit den Stationsleitungen und den Pflegedienst-leitungen muss intensiv gepflegt werden, auch hier sind regelmäßige Besuche wichtig und sinnvoll.

Klinikbesuche
Um unsere Informationsmittel wie Plakate, Flyer und Ordner ständig auf dem neuesten Stand zu halten, müssen wir diese fortlaufend aktualisieren, mit neuen Erkenntnissen ergänzen und mit Unterstützung des zuständigen medizinischen und Pflegepersonals öffenlichkeitswirksam, d. h., für alle, insbesondere aber die Betroffenen und ihre Angehörigen, zugänglich zu platzieren.


Kooperationen
Um unseren Zugang zu den Ärzten und Kliniken zu gewährleisten, ist es auch notwendig, dass Kooperationen gepflegt und erneuert werden. Dazu ist es erforderlich, dass unsere eigens dazu hergestellten Ordner (Sammlung von aktuellen Informationen über viele Facetten der Erkrankung und des Umgangs damit) auf dem neuesten Stand sind.
Nach unserer Erfahrung bekommen wir entsprechende Anfragen durch unsere Kooperationspartner sowie bei verstärkt in 2012 durchgeführten persönlichen Gesprächen mit unseren Kooperationspartnern in den Kliniken.

Abschied von Betroffenen
Eine der schwierigsten Seiten der Arbeit von TEB e. V. ist es, wenn ein Mitglied infolge der Erkrankung verstirbt. So wie der Tod als Teil des Lebens zu begreifen ist, müssen wir uns auch mit ihm auseinandersetzen.
Es gehört untrennbar zu dem Projekt, uns von Betroffenen, die wir in verschiedenen Begegnungen, manchmal auch über einen längeren Zeitraum, kennenlernen und begleiten durften, und auch lieb gewonnen haben, verabschieden zu müssen. Vielfach geschieht es, dass Angehörige uns bitten, den Erkrankten in seinen letzten Stunden zu begleiten und damit diesem, aber auch den Angehörigen in den letzten Stunden beizustehen. Solche Bitten werden oft unvermittelt zu jeder Tages- und Nachtzeit, an allen Tagen der Woche geäußert. Oft ist es der Wunsch der Angehörigen, dass wir an Beisetzungen und Trauerfeiern teilnehmen oder Worte zum Gedenken sprechen sollen.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass ich diese Teilnahme am Abschied mir die Möglichkeit gibt, den Menschen loslassen und mich einer neuen Aufgabe widmen zu können.

Finanzierung
Ohne Hilfe von außen wäre dieses Projekt nicht ausführbar. Die KKH unterstützt uns mit einer Projektförderung, wofür wir vor allem im Namen der Betroffenen von Herzen dankbar sind.

Viele Beiträge in unserem Forum und Mails an TEB e. V. drücken den Dank der Betroffenen und deren Angehörigen aus und geben uns die Hoffnung, dieses gute Projekt mit Ihrer Hilfe auch in Zukunft weitergeführt werden kann.

Wünschenswert ist es, durch eine umfassende Resonanz in den Medien noch mehr Menschen in unserem Land über Sinn und Nutzen unserer Arbeit zu informieren, um eine breitere Unterstützung zu erfahren.

Der KKH danken wir ausdrücklich im Namen vieler Betroffener und Angehöriger sowie im Namen von TEB e. V. für die Unterstützung unserer Arbeit.

Katharina Stang
1.Vorsitzende des Vorstandes

 
 

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