Jahresabschluss-Weihnachtsfeier am 8. Dezember 2018 in der Ludwigsburg/Musikhalle

 
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Wieder einmal war ein Jahr vergangen und unsere jährliche Jahresabschlussfeier  sowie unsere obligatorische Weihnachtsfeier standen an. Beides konnten wir dieses Mal gemeinsam mit über 80 Teilnehmern in der Ludwigsburger Musikhalle feiern - was wieder zeigte, dass sich alle Mitglieder in der TEB-Familie wohlfühlen und eine fast familiäre Bindung untereinander besteht. Für einige Stunden wurden Schmerzen, Krankheit, Kummer, Leid und Sorgen vergessen, was für mich persönlich der größte Dank für alle im Vorfeld geleistete Arbeit und so manchen Stress war.

In gewohnter Weise wurden wir freundlich vom Team Lacher bedient und mit leckerem Kuchen und Kaffee versorgt. Überall war Weihnachten zu spüren und viele unserer Mitglieder konnten sich endlich einmal in ruhiger und besinnlicher Atmosphäre austauschen und unterhalten. Ein sehr wichtiger Aspekt war dabei - wie immer - dass auch Mitglieder, denen es zurzeit gesundheitlich nicht so gut geht, und solche, die erst kürzlich ein Familienmitglied verloren hatten, trotzdem mit uns feierten. Ein sehr wichtiger Punkt, der zeigt, wie groß der Halt und die Geborgenheit innerhalb von TEB sind.

Auf den ersten Programmpunkt des Abends habe ich mich persönlich sehr gefreut, denn auch in diesem Jahr saß unser 14-jähriger Enkelsohn Tomas am Flügel und verzauberte uns mit einer musikalischen Einlage. Wir alle waren begeistert und sehr dankbar für sein Engagement, denn heutzutage ist es leider nicht mehr selbstverständlich, sich für so etwas Zeit zu nehmen.

Bevor der gemütliche Teil des Abends begann, gab es noch eine Sache, die mich sehr bewegte und mir sehr am Herzen lag. Vor einigen Wochen lernte ich Frau und Herrn H. bei einer persönlichen Beratung in der Geschäftsstelle kennen. Frau H. kam und suchte Hilfe und Unterstützung. Sie hat Bauchspeicheldrüsenkrebs, der leider schon metastasiert hat. Es folgten mehrere Behandlungen wegen verschiedener Komplikationen und Operationen. Sie bekommt gegenwärtig eine Chemotherapie, die ihr sehr zu schaffen macht und die sie nur bedingt verträgt, da ihre Blutwerte oft sehr schlecht sind. Ihr gesamtes Leben ist durch die Krankheit aus dem Ruder gelaufen. Das allein machte mich zwar schon sehr traurig, doch es veranlasste mich nicht, hier mehr zu helfen, als den anderen Betroffenen, die ich täglich betreue. Im weiteren Gespräch schilderten mir Frau und Herr H. aber dann ganz beiläufig, wie es ihnen im Moment ergeht und das zu all den Problemen mit der Krankheit nun auch noch finanzielle Sorgen kommen. Ich weiß noch heute jedes Wort, dass mir Frau H. damals berichtete: „Ich habe die ganze Zeit immer gearbeitet, mein Mann ist seit einem Jahr arbeitslos, seine Firma wurde insolvent und geschlossen. Trotz Umschulung bekommt er keinen neuen Job. Erschwerend kommt dazu, dass er seit September ebenfalls erkrankt ist - und wir haben Angst, dass es auch die Bauchspeicheldrüse sein könnte. In Kürze wird das medizinisch abgeklärt. Wir leben mit drei Kindern im Alter von 10, 13 und 16 Jahren in einer kleinen Drei-Zimmerwohnung. Es war immer unser Traum, einmal eine größere Wohnung zu beziehen. Vor einiger Zeit, als wir noch nicht wussten, dass ich so schwer krank bin, haben wir uns eine größere Wohnung in einem Haus gekauft, das schon 100 Jahre alt ist. Damit wir uns das leisten konnten, verzichteten wir gerne auf ganz viele Dinge. Mein Mann hat viel Arbeit und Zeit investiert und fast alles Bisherige in Eigenleistung erbracht, jetzt ist auch er krank und wir können  nicht so weitermachen wie bisher. Leider ist die neue Wohnung noch lange nicht bezugsfertig, da die Heizung, die sanitären Einrichtungen wie Bad und Toilette, sowie Türen und Fenster noch nicht fertig sind. Ein ganz großes Problem ist, dass der Heizungsbauer wegen größerer Aufträge die Arbeiten bei uns eingestellt hat. Eine weitere Baufirma (Türen und Fenster), die wir beauftragt hatten, wurde geschlossen und Geld, das wir bereits bezahlt hatten, war damit weg.
Frau H. sagte weiter:“ Wir wissen im Moment wirklich nicht, wie es weitergehen soll!“ Traurig ergänzte sie: „Ich habe nur einen Wunsch, dass die Wohnung fertig wird und wir dort einziehen können, bevor … “
Beide sahen mich sehr traurig an und die Tränen liefen unaufhaltsam. Das machte mich ebenfalls sehr traurig, betroffen und es berührte mich zutiefst. Ich spürte in mir, hier musst Du helfen! Nur wie?
So kam es, das ich beim Benefizkonzert der TEB Allstars, das regelmäßig zu Gunsten unseres Vereins stattfindet, über das Schicksal der fünfköpfigen Familie berichtete. Ich ließ nichts weg und tat nichts dazu. Dann bat ich jeden Besucher um einen Euro für die Familie - und wusste und ahnte nicht, was ich damit auslösen würde! Sofort kam die erste Spende der TEB Allstars in Höhe von 500,- EUR. Ich war so überwältigt, dass es mir fast die Sprache verschlug. Und so ging es gerade weiter, die Besucher spendeten an diesem Abend über 2.200,- EUR - einfach unglaublich. Als ich dieses Geld an der Weihnachtsfeier übergab, wusste die Familie nicht, wie ihnen geschah. Frau H. sagte mit leiser Stimme und Tränen in den Augen, das Sprechen fiel ihr dabei sichtlich schwer: „Heute ist ein Wunder geschehen!“
Etwas verspätet stieß dann noch Michael, ein Vertreter der TEB Allstars, zur Weihnachtsfeier und übermittelte die besten Grüße aller Musikerinnen und Musiker. Er berichtete, dass die Band sehr betroffen sei und deshalb die 500,- EUR spendete.
Nach der Übergabe bei unserer Feier, kamen spontan Teilnehmer auf mich zu und wollten auch spenden. Dieser Bitte kam ich nach und sagte ins Mikrofon, dass das Glas mit den Spenden auf dem Tisch bei der Familie steht und man jederzeit seine eigene Spende dazu geben kann. So kamen insgesamt ca. 3.000,- EUR zusammen. Anna sagt Danke.

Hier und heute möchte ich mich bei Allen für diese großzügige Spende bedanken. Mein Dank geht vor allem an die TEB Allstars.

Nach dieser für alle Besucher der Weihnachtsfeier sehr bewegenden Aktion ging es weiter mit unserem obligatorischen Jahresrückblick, der als Film von Helmut Stang aufbereitet wurde und unsere vielfältigen Arbeiten und Aktivitäten zeigte.

DEIN THEATER präsentierte uns das Theaterstück „Blaues Wunder oder Unterwegs“. Es war eine tolle Darbietung und alle waren begeistert.

Anschließend erwarteten die Gäste ein köstliches Drei-Gänge-Menü.

Natürlich schauten auch der Nikolaus und Knecht Ruprecht auf einen Sprung vorbei und verteilten an alle Anwesenden kleine Geschenke. Wir sangen während der Verteilung verschiedene Weihnachtslieder.

Wir sagen Herrn Österle und Herr Eimert ganz herzlichen Dank für Ihre Darbietungen und freuen uns bereits heute schon auf das nächste Jahr.

Ich dankte dem Vorstand und allen ehrenamtlichen Helfern für Ihre Arbeit im Jahr 2018.

Leider ging unsere Veranstaltung, wie immer, viel zu schnell vorbei. Doch Gott sei Dank konnten alle die schönen Stunden genießen und für kurze Zeit ihre Sorgen und Probleme vergessen.

Bevor ich mich verabschiedete, dankte der 2. Vorsitzende im Namen des Vorstandes und aller Mitglieder meinem Mann und mir für unsere Arbeit und überreichte einen wunderschönen Blumenstrauß und einen guten Tropfen.

Bereits jetzt freue ich mich auf die nächste Weihnachtsfeier im kommenden Jahr und ich bin mir sicher, dass es Ihnen genauso geht.

Danke an die Alte Apotheke -  durch Ihre gebundene Spende war es möglich, die Feier so wie sie war, zu gestalten.

Herzlichen Dank!

Ihre Katharina Stang     

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