Jubiläum Regionalgruppe Lauter-Fils

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5 Jahre Regionalgruppe Lauter/Fils
Ort: DRK Göppingen
Tag: Mittwoch, der 17. Oktober 2012

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Am 06. Juni 2007 wurde die Gruppe Lauter/Fils im Rahmen einer Patienteninformationsveranstaltung gemeinsam mit Herrn Professor Riedl in der Klinik am Eichert in Göppingen gegründet.

Viele Betroffene folgten der persönlichen Einladung von Herrn Professor Riedl und von TEB e. V. Selbsthilfe.

Zu diesem Zeitpunkt konnte keiner der Anwesenden ahnen, ob diese Gruppe jemals Bestand und Erfolg haben wird. Der ernannte Gruppenleiter Bruno Kistenfeger meinte, „ich werde mich nach besten Kräften einsetzen, aber Du Katharina, musst mir helfen und den fachlichen Part übernehmen“. Spontan und ohne lang zu überlegen, versprach ich es und übernahm den fachlichen Part und auch gleichzeitig die Vertretung.

Vieles haben wir in diesen 5 Jahren erlebt und durchgeführt. Die regelmäßigen Gruppentreffen, Vorträge, Kochkurse, Ausflüge, Weihnachtsfeiern mit anschließendem Essen bei unserem Gruppenmitglied Rüdiger sind ein fester Bestandteil der heutigen Gruppe. Von Bruno und Frau Rosemarie Kistenfeger werden wir seither stets liebevoll umsorgt und begleitet. Die Regionalgruppe Lauter/Fils ist sehr stolz auf ihren Gruppenleiter.

Dir und Deiner Frau, lieber Bruno, danke ich im Namen des Vorstandes und allen Gruppenmitglieder der Regionalgruppe Lauter/Fils für Dein Engagement und die stete Zuverlässigkeit. Wir brauchen Dich, bleib gesund und uns vor allem treu.

Doch was wäre ein Gruppenleiter ohne Gruppe? Ich glaube sagen zu dürfen und da sind wir uns auch alle einig: „Gar Nichts“.

Die Gruppenmitglieder dieser Gruppe sind schon etwas ganz besonderes. Die meisten sind von Anfang an dabei und der Gruppe treu geblieben, auch wenn einige schon ihren Partner/in in der Zwischenzeit durch die Krankheit Bauchspeicheldrüsenkrebs verloren haben. Sie fühlen sich der Gruppe verbunden und geben gerne Ihre Erfahrungen weiter.

Bis heute habe ich mein Versprechen – bis auf wenige Ausnahmen - gehalten und Bruno Kistenfeger und die Gruppe mit Rat, Tat und meinem Wissen unterstützt.

Deshalb kann ich die Behauptung aufstellen, dass diese Gruppe einen besonderen Charakter hat. In dieser Gruppe ist alles, was man gefühlsmäßig in Worte fassen kann, vertreten. Diese Gruppe Lauter/Fils ist sehr stark miteinander verbunden und zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Zusammengehörigkeit aus.

Die Gruppe leidet, tröstet, hilft und ist immer für einander da. Jedes Gruppenmitglied wird davon getragen und kann sich dessen sicher sein. Neue Mitglieder werden sofort in ihrer Mitte aufgenommen und sie haben dabei das Gefühl, bereits seit langer Zeit dieser Gruppe zuzugehören. Keiner fühlt sich fremd.

Was ich auf keinen Fall verschweigen will, ist, dass in dieser Gruppe gerne gelacht, gefeiert und auch Ausflüge in der Gemeinschaft unternommen werden. Das Ziel ist es, trotz der Schwere der Erkrankung das Leben nicht zu vergessen und auch im Leid etwas Positives zu finden. Betroffene und ihre Angehörigen brauchen Ziele, auf die sie sich freuen.

Vieles haben wir in dieser Gruppe schon erleben dürfen. Z. B. hat unser jüngstes Mitglied Antje vor zweieinhalb Jahren eine süße Tochter geboren. Zur Freude aller kam Antje mit ihrer Tochter auch zu unserem Jubiläum. Schade, dass ich so wenig Zeit hatte, gerne hätte ich den kleinen Spatz verwöhnt und geknuddelt. Stattdessen hat die kleine Maus unserem Bruno und mir Blumen und Süßigkeiten überreicht. Wir waren sehr gerührt und mussten mit den Tränen kämpfen. Danke, liebe Antje!

Zuwachs innerhalb der Gruppe erhielten wir auch dadurch, dass Mitglieder Angehörige oder neue Partner zu den Gruppenterminen mitbrachten. Erst kürzlich gaben sich unsere Beate und unser Wolfgang das Ja-Wort und wir waren natürlich mit einer Überraschung vor Ort dabei. Das war für alle ein besonderes Erlebnis.

Bei unseren Ausflügen, die wir in den letzten Jahren immer über zwei Tage durchgeführt haben, geht es lustig her und es herrscht eine wunderbare Gemeinschaft, so dass es den meisten schwerfällt, wieder nach Hause in ihre leere Wohnung zu fahren.

Wir sind Freunde geworden, die sich blind auf einander verlassen können. Der herzliche Umgangston untereinander auch während der Jubiläumsfeier war das beste Beispiel hierfür. Auf einen ganz einfachen Nenner gebracht: „Wir freuen uns immer, wenn wir uns wiedersehen“.

Solch ein Vertrauen, ein Verstehen, kommt jedoch nicht von alleine. Alle Teilnehmer einer Gruppe müssen hierfür ihren Teil dazu beitragen, denn Gruppenarbeit ist mehr als nur eine Gruppe leiten. Wichtige Voraussetzungen gehören hierzu wie Vertrauen, Zuhören, Trösten und Fachwissen, aber in manchen Fällen auch Durchsetzungsvermögen. Schließlich wollen und sollen alle Teilnehmer von einem Gruppennachmittag profitieren und ihren Nutzen daraus ziehen. Ich bin mir sicher, das ist durch Mitwirkung aller in den vergangen fünf Jahren sehr gut gelungen.

Im Namen der Gruppe überreichte ich Herrn Kistenfeger einen Gutschein, den er mit seiner lieben Frau bei einem gemütlichen Essen einlösen kann. Die Freude hierüber war dem Gruppenleiter anzusehen und er war auch sichtlich bewegt. Bruno Kistenfeger ist in der Gruppe anerkannt und wird sehr geschätzt, wie auch ich angenommen und respektiert werde. Gemeinsam sind wir stark!

Genau aus diesem Grund bekam ich einen wunderschönen Blumenstrauß, weiße Rosen, nicht aus Athen, sondern aus Faurndau, meine Lieblingsblumen. Diese Gruppe achtet auf alles, auch auf Kleinigkeiten!

Herr Professor Riedl bestätigte in seiner Ansprache nochmals, dass diese Gruppe Lauter/Fils für die Betroffenen sehr wichtig ist und er auch gerne hierfür seine Empfehlung ausspricht.

Danach bedankte sich Bruno Kistenfeger. Er richtete seinen Dank an alle Gruppenmitglieder, an Herrn Professor Riedl und an mich. Er betonte die besonders gute Zusammenarbeit und unterstütze dabei die Meinung von Herrn Professor Riedl, dass Katharina Stang für ihre Art der Ausübung der Hilfe und Unterstützung der Ehrendoktor verliehen werden müsste. Ihr außergewöhnliches Fachwissen kommt der Gruppe sehr zugute.

Aus der Sicht der Betroffenen und Angehörigen sprach unser Wolfgang ein paar dankende Worte. Er lobte den guten Zusammenhalt und meinte, ich fühle mich sehr wohl in der Gruppe, so sein Tenor.

Nach so vielen Ehrungen brauchten wir dringend eine Pause. Wir stärkten uns bei Kaffee und Kuchen und führten viele interessante und persönliche Gespräche.

Danach hielt Herr Dr. Allmendinger und Herr Dr. Haspel einen kurzen, aber gut verständlichen Vortrag zu dem Thema Bauchspeicheldrüsenerkrankung. Zum Schluss machte Herr Professor Riedl eine Zeitreise von 1650 bis heute, wann, wie und wo die Bauchspeicheldrüse das erste Mal erwähnt wurde. Erstaunlich war, dass die erste Kopfresektion aus der Erfahrung von Gänsen und Enten bestand. Seine Ausführungen waren hoch interessant und alle hörten aufmerksam zu. Vieles haben wir schon zum Thema Bauchspeicheldrüse gehört, doch das war wirklich etwas Neues. Auf meine Bitte hin versprach er mir, uns sein Manuskript zukommen zu lassen. Herzlichen Dank.

Herr Professor Riedl überreichte mir einen herrlichen Herbststrauß. Er dankte mir für die gute Zusammenarbeit. Allen Beteiligten dankte er für den schönen Nachmittag verbunden mit dem Wunsch einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit. Leider wartete bereits wieder die Arbeit und er musste sich verabschieden. Die Gruppe gab ihm noch einen kräftigen Applaus mit auf den Weg.

Danach wollten wir nur noch feiern. Doch weit gefehlt. Unter den Teilnehmer waren heute sehr viele neue Interessierte. Alle hatten Fragen und wollten Antworten. Und wie kann es anders sein, mein Lieblingsthema Enzyme und Ernährung war wieder einmal angesagt.

Also machten wir ca. eine Stunde Gruppenarbeit und beantworteten alle Fragen. Dabei entstand, wie immer, eine rege Diskussion, da Betroffene falsch oder gar nicht informiert werden. Gefreut habe ich mich darüber, dass alle Neuen spontan Mitglied bei TEB e. V. wurden.

Ein schöner Nachmittag ging zu Ende. Ich danke Herrn Professor Riedl, allen anwesenden Ärzten, Frau Lechner, den Gruppenmitgliedern und Gästen.

Danke lieber Bruno, danke liebe Rosemarie, ich bin sehr stolz auf Euch. Ich wünsche uns allen, dass wir das 10jährige Jubiläum 2017 wieder zusammen feiern. Bleibt wie Ihr seid!

Herzlichen Dank!
Katharina Stang

 
 

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