Nichts ist zufällig

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Vor ein paar Wochen wurde durch die Geschäftsstelle der TEB Selbsthilfe e. V. ein Termin für einen Krankenbesuch vereinbart. Dienstags abends erhielt ich  einen dringenden Anruf eines Betroffenen. Wiedergabe im Wortlaut: "Hallo Katharina, mir geht es schlecht! Ich kann nicht mehr! So kann ich nicht mehr weiter machen."  Aufgrund meiner langjährigen Erfahrung wusste und spürte ich um die Dringlichkeit den Hausbesuch vorzuziehen. Behutsam stellte ich Fragen wie: Was ist los? Warum kannst du nicht mehr? Was kann ich tun?
Sie wiederholte nochmals: "Katharina, ich kann nicht mehr, ich bin am Ende meiner Kraft, ich will und kann auch keine weitere Chemo mehr ertragen. Ich bin am Ende!"  Ich habe sofort verstanden, dass es sich hier um einen Notfall handelt und dass sie zumindest einen Partner zum Sprechen braucht. Meine Frage war deshalb: "Soll ich mich mit Deinem behandelnden Arzt in Verbindung setzen, oder sollen wir gemeinsam nach einer Lösung suchen?" Sie antwortete: "Nein, mach Du es bitte für mich, ich kann nicht mehr."  Mir blieb am Telefon nur die Möglichkeit, dem Betroffenen Mut zuzusprechen, ihn zu beruhigen und das Versprechen zu geben: "Ich kümmere mich sofort darum." Was ich auch nach Ende des Gespräches umsetzte. Leider war der behandelnde Arzt in einer Untersuchung, versprach aber durch seine Sekretärin, sich bei mir zu melden.

Am nächsten Tag rief der behandelnde Arzt mich in der Angelegenheit von gestern an. In der Zwischenzeit war ich bei dem Betroffenen vor Ort und wir konnten dank der vorhandenen Technik ein Gespräch zu dritt führen. Ich schilderte ihm nochmals den Fall und gab ihm meine Bedenken zu verstehen.  Es stellte sich heraus, dass auch er der Meinung war, dass der Betroffene sofort ins Krankenhaus sollte. Nach anfänglicher Ablehnung konnten der Arzt und ich den Betroffenen davon überzeugen, dass es unumgänglich ist, in die Klinik zu gehen.

Von Anfang an erkannte ich, dass es sich hier um eine schwere Erkrankung handelt, die eine Folge der Therapien sein könnte. Ich war froh, dass ich meine anderweitigen bestehenden Termine abgesagt oder verschoben hatte, um für den Betroffenen da zu sein.

Ich war zufrieden mit dem Ergebnis, dass der Betroffene ins Krankenhaus geht. Leider konnte ich ihn nicht bewegen, dass er sofort geht. Er wollte erst den Abend noch abwarten. Der Betroffene gab mir sein Versprechen, sollte sich an seinem Allgemeinzustand etwas verändern, dass er sofort den Notarzt ruft. Ich verabschiedete mich gegen 14 Uhr.

Gegen 19 Uhr rief ich wieder an; keine Antwort. Ich war sehr beunruhigt.  Am nächsten Vormittag kam der Anruf: "Katharina danke für Deine Hilfe und Unterstützung. Ich liege auf der Intensivstation, wurde notfallmäßig eingeliefert und die Diagnose lautet: doppelseitige Lungenembolie und Thrombose in einem Bein."  Nach dieser Nachricht rief ich wiederum den behandelnden Arzt an, um ihm dies mitzuteilen in der Hoffnung, dass er seinen Patient besuche, was er sofort umsetzte.  Nach dessen Besuch rief der Betroffene erneut an: "Katharina, danke, auch damit hast Du wieder etwas für mich getan. Was wäre nur gewesen, wenn Du nicht gekommen wärst oder wenn Du nicht so hartnäckig auf meine Einweisung ins Krankenhaus bestanden hättest."

Mir zeigt dieser Fall eindeutig, dass unser Projekt „Hilfe am Krankenbett“ sinnvoll und wichtig ist. Die Vergangenheit hat bewiesen: Vielen Betroffenen konnte über das Projekt Hilfe am Krankenbett geholfen werden.  Unser bestens funktionierendes Netzwerk, der gute Draht zu den Ärzten, hier mit einbezogen sind die Damen des Sekretariats, sind Voraussetzung und Garant solcher Hilfen.

 

Katharina Stang

 
 

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