Pankreopriver Diabetes

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Bericht über die Vortragsveranstaltung am 02.07.2013 in der TEB e. V. Regionalgruppe Mittel- und Südsachsen zum Thema „pankreopriver Diabetes„
Referent: Dr. Wollschläger

Der Gruppenleiter Herr Horcher begrüßte zunächst die zahlreich erschienenen Teilnehmer sowie den Referenten, dankte allen für das Kommen und insbesondere dem Referenten für seine Bereitschaft zum Vortrag und gab dann sofort an den Referenten zum Vortrag weiter.

Nach einer kurzen persönlichen Vorstellung führte Dr. Wollschläger in die hohe Bedeutung des Themas in der Bevölkerung ein (etwa 7 Millionen Diabetiker). Diabetes ist zu einer großen Volkskrankheit geworden. Danach unterschied der Referent die verschiedenen Arten von Diabetes, wobei er den uns betreffenden Typ III c (pankreopriver Diabetes) in die Nähe vom Typ I rückte. In der öffentlichen Darstellung und auch von der Zahl der Betroffenen her dominiert eigentlich nur der Diabetes II. Der uns betreffende Diabetes IIIc ist dagegen weniger oder gar nicht bekannt. Wie stellt man eigentlich Diabetes fest (Zuckermessung, Langzeitzuckerwert)? Wichtig sei auch für eine optimale Diabetesbehandlung die Feststellung, ob jemand vor dem pankreopriven Diabetes schon einen Diabetes II gehabt habe. Danach stellte der Referent die verschiedenen Ursachen vom Diabetes III c vor: Pankreatitis, Trauma, OP, Tumor/Krebs, Mukoviszidose, Hämochromatose. Anschließend ging der Referent auf neuere Entwicklungen/Therapien ein. Detailliert erläuterte der Referent, zu welchen Komplikationen und Schäden ein Diabetes führen kann: Schäden an den großen und kleinen Gefäßen (KHK, pAVK, Nephropathie, Retinopathie), Polyneuropathie und Fußsyndrom. Danach stellte der Referent die Maßnahmen vor, mit denen dem Diabetes zu begegnen ist: Sport/Aktivität, Ernährung und regelmäßige Insulingabe. Das Hauptproblem beim Diabetes III c ist eben, dass der Gegenspieler des Insulins, das Glukagon fehlt, weshalb die Gefahr der Unterzuckerung sehr groß ist. Insofern ist die Einstellung dieser Diabetesform schwierig, wobei die Insulindosis dieser Besonderheit angepasst sein muss. Im Gegensatz zum Diabetes II benötigt man eher eine geringere Insulindosis, und befürwortet bei der Einstellung eher höhere Zuckerwerte als beim Diabetes II. Die strengen Vorgaben bei der Diabeteseinstellung beim Diabetes II gelten beim Typ III c nicht. Zu beachten ist auch die Lebensqualität. Nunmehr stellte der Referent detailliert die Insulingabe beim Diabetes IIIc vor. Die jeweiligen Symptome einer Unterzuckerung wurden geschildert. Jeder Betroffene sollte für diesen Fall die erforderlichen Mittel bei sich führen (Traubenzucker, Apfelsaft usw.). Außerdem sollten die Betroffenen sich den regelmäßigen Kontrollen unterziehen (EKG, Kreatinin, Albumin, Blutfette, Stimmgabeltest, Augenarzt). Abschließend erläuterte der Referent noch Besonderheiten wie die Insulinpumpe, die jedoch mehr beim Diabetes I in Betracht käme.

Der vorzügliche Vortrag wurde von allen Teilnehmern mit starkem Beifall be-dacht. Anschließend hatten die Teilnehmer Gelegenheit, ihre ganz speziellen und persönlichen Fragen zu stellen, was eifrig und von jedem genutzt wurde. Der Referent beantwortete jede Frage sehr detailliert und ging dabei auch auf die persönliche Krankengeschichte ein. Eine lange Diskussion schloss sich an. Insofern betonten alle Teilnehmer, von dieser Veranstaltung in besonderer Art und Weise profitiert zu haben. Diese Veranstaltung war deshalb wieder ein eindeutiger Beweis, wie sehr die Gruppentreffen von TEB e. V. den Betroffenen bei der Bewältigung ihrer persönlichen Krankengeschichte zu helfen vermögen.

Der Gruppenleiter, Herr Horcher, schloss schließlich die Veranstaltung und dankte allen Teilnehmern für ihr Kommen und die eifrige Diskussion sowie dem Referenten Herrn Dr. Wollschläger für den vorzüglichen und sehr informativen Vortrag und die ausführliche Beantwortung aller Fragen.

Joachim Horcher

 
 

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