Rückblick der ersten vier Gruppentreffen 2019 Regionalgruppe Lauter-Fils

am 30. Januar, 27. Februar, 28. März, 24. April 2019. Bereits zum vierten Mal fanden in diesem Jahre die Gruppentreffen statt und waren immer sehr gut besucht. Diese Gruppe ist in ihrer Konstellation etwas anders als die meisten Gruppen. Hier treffen sich Betroffene, Angehörige und Menschen, die bereits ihren Partner durch diese schwere Krankheit verloren haben. Ja, und es gibt auch welche, die heute ihren neuen Partner mit in die Gruppe bringen. Die Gruppe Lauter-Fils zu führen, ist eine besondere Herausforderung und erfordert von mir höchste Konzentration, denn langweilig darf es den Teilnehmern nicht werden. Bei den meisten, die dieser Gruppe angehören, wurde bereits vor einiger Zeit die Bauchspeicheldrüse teilweise oder total entfernt. Auch sie haben heute noch Probleme, doch sie können viel besser mit der Erkrankung und den damit verbundenen Schwierigkeiten umgehen, weil sie über ein hohes Wissen und Erfahrung verfügen, die sie in der Gruppe über Jahre erworben haben.

Wir behandeln in den heutigen Treffen kaum Fragen wie z. B. zu Enzymen und Ernährung, Verdauung usw. Diese Themen sind in der Gruppe in den vielen Jahren ausreichend besprochen worden, und heute weiß man, wie man mit den Enzymen umgehen muss.Doch Themen wie Diabetes 3c, Ketoazidose, Vitaminmangel, Bewegung, Schmerzen, Psyche kommen genauso auf den Tisch und werden vielleicht etwas anders diskutiert, weil nicht zu jeder Gruppe neu Erkrankte stoßen, die noch ganz am Anfang stehen. Es macht für mich einen riesigen Unterschied, ob eine Gruppe über Grundwissen verfügt.

Diese Gruppe ist seit vielen Jahren zusammengewachsen. Die Teilnehmer haben schon einiges miteinander erlebt, und doch nehmen sie neu Erkrankte und ihre Angehörigen in ihren Reihen liebevoll und mit einer sehr großen Wertschätzung auf. Sie unterstützen, helfen und fangen sie auf. Sie geben ihre Erfahrungen, Wissen an sie weiter und helfen den Neuen, Wege zu beschreiten, die für sie noch unbekannt sind. Erkrankungen an der Bauchspeicheldrüse sind ein sehr umfassendes Thema, und oft spielt die Angst eine große Rolle. So kann es sein, dass wir am Anfang der Gruppe über Datenschutz, Leitlinien, Politik oder auch über persönliche Probleme sprechen und diskutieren. Plötzlich wird eine Frage in den Raum gestellt, und schon sind wir mitten in einem fachlichen Thema, das dann wieder alle interessiert.

So ist Diabetes 3c ein Thema, das immer wieder behandelt werden muss. Hier haben selbst „alte Hasen“ ihre Probleme. Oftmals diskutierte man über die zu hohen Werte oder über die ständigen Unterzuckerungen. Dabei stellten wir fest, dass die neuen FGM Geräte ein Segen für die Betroffenen sind. Die ständige herkömmliche Blutzuckermessung empfinden viele als schmerzhaft und belastend. Wie überall gibt es pro und kontra, der eine findet die neue Entwicklung super, der andere traut der Technik nicht.

Gott sei Dank haben wir in der Gruppe auch Betroffene, die sich sehr gut in der Thematik auskennen und Vorträge über heiß begehrte Themen wie die Ketoazidose, Vitamine und Betreuungsvollmacht halten können. Dafür bin ich unendlich dankbar, denn es entlastet mich ein Stück weit.

In jeder Gruppe gibt es eine Pause mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen, den immer ein anderes Mitglied aus der Gruppe spendet und mitbringt. Genüsslich trinken wir Kaffee und lassen uns die tollen Kuchen schmecken. In der letzten Gruppe gab es gleich drei Kuchen, das haben wir alle sehr genossen. Jede Gruppe hat ihren besonderen Reiz und ist außerordentlich wichtig und sinnvoll. Wie sagte ein Betroffener aus der Gruppe: „Ich komme auch nur, um zu diskutieren. Ich fühle mich in der Gruppe wohl und komme gerne.“ Ein anderer sagt: „Wenn es immer so guten Kuchen gibt, lohnt es sich zu kommen.“ Das war ein großes Kompliment, dem alle zustimmten.

Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass ich weiterhin die richtige Eingebung habe und mir interessante Themen einfallen, damit die Gruppe davon profitierten kann. So wollen wir in den nächsten Gruppen über die Bereiche Patientenverfügung, Vollmachten, Immunsystem, Immuntherapie sprechen. Ich denke, das sind wichtige, sinnvolle und auch anspruchsvolle Themen, die sicher jeden interessieren. Aus langjähriger Erfahrung der verschiedenen Gruppenleitungen weiß ich, dass es nur wenige Gruppen gibt, in denen nicht immer wieder Themen wie z.B. Ernährung, Enzyme wiederholt werden müssen, weil neu Erkrankte dazukommen, die erst ihren Weg finden müssen. Wir erleben es auch hin und wieder, dass neu Erkrankte nicht in der Gruppe bleiben und sich andere Regionalgruppen von TEB e.V. aussuchen und diese dann besuchen. Das liegt manchmal am weiten Weg oder die Gruppe hat eine andere Konstellation.

Jede Gruppe ist anders, jede Gruppe hat ihren eigenen Stil und Stellenwert. Jede Gruppe hat eine eigene Dynamik!

Wichtig ist, dass Betroffene und Angehörige herausfinden, wo sie sich wohl, geborgen und aufgehoben fühlen, und wo sie die Hilfe, Unterstützung und Wissen finden, die ihnen weiterhilft.

Katharina Stang

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