Erfahrungsbericht von Dr. Stephan Kress         Bericht einer Teilnehmerin

 
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Schulungswochenende Diabetes Typ 3 c vom 13.7. bis 15.7.2018 im Bäder Park Hotel, 36093 Künzell

Herzlichen Dank an die AOK Baden-Württemberg, die dieses Projekt nach § 20h SGB V unterstützte. Ohne diese finanzielle Hilfe wäre es nicht durchführbar gewesen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs macht Angst, unsicher und hilflos, Betroffene brauchen dringend Hilfe und Unterstützung in vielerlei Richtungen. Der Diabestes 3 c ist auch eine Folge der Erkrankung und die Schulung eine von vielen.

Pünktlich konnten wir am Freitag mit unserer Schulung beginnen. Wir hatten uns sehr viel für diese drei Tage vorgenommen. Deshalb wurde nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Stang und Herrn Dr. Kress der Ablauf der diesjährigen Schulung vorgestellt. Die Vorstellung der Teilnehmer erfolgte zu einem späteren Zeitpunkt.

Bevor es mit der Schulung losgehen konnte, mussten die Teilnehmer, die noch kein Messgerät hatten, dies bei Herrn Dr. Schläger persönlich abholen. Jeder, der eins wollte, bekam eins.

Danach folgte der Vortrag und die Einweisung von Dr. Schläger, wie legt man ein FGM Gerät richtig an, was kann ich alles ablesen und welchen Vorteil hat das Messgerät. Nach ca. einer Stunde war das Messgerät einsatzbereit und wir konnten zum ersten Mal scannen.

Es folgte Herr Dr. Kress mit seinem Vortrag BE-Training. Das war natürlich ein sehr spannendes Thema und wie so oft machte Dr. Kress es noch spannender, indem er ein Quiz mit uns machte. Wir mussten die Fette und die BE-Einheiten, die in verschiedenen Lebensmitteln vorhanden sind, erraten. Sehr schnell verging die Zeit und es ging zum Essen, wo wir praktisch lernten, was wir heute in der Theorie erarbeitet hatten.

Der Chefkoch Herr Markus Henke und sein Team hatten für uns ein extra Büfett gezaubert, dass  schön angerichtet war und sehr gut schmeckte. Bevor es an das Essen ging, wurde es gewogen, um herauszufinden, wieviel BE und Fette in dem Essen enthalten waren. Dr. Kress und Frau Twardawa zeigten anschaulich, wieviel BE und Fette in Vor-, Haupt- und Nachspeise steckten und wieviel Einheiten Insulin gespritzt werden müssen. Ich dagegen machte das gleiche mit den Verdauungsenzymen.

Immer wieder wurden Fragen gestellt oder es wurde unter den Teilnehmern heftig diskutiert. Immer wieder hörten wir beim Vorbeigehen an den Tischen, das habe ich so nicht gewusst oder ich habe falsch berechnet. Essen, wiegen und berechnen unter fachlicher Anleitung war schon etwas Besonderes und der Lerneffekt war sehr groß. Im anschließenden gemütlichen Beisammensein wurde ausgiebig über den heutigen Tag diskutiert.

Der Samstag begann mit einem guten Frühstück, anschließend stellten sich die Teilnehmer vor, indem sie beim Gehen, Laufen einen Gegenstand weitergeben mussten, der am Ende wieder bei seinem Besitzer ankommen musste. So waren Körper, Geist und Seele in Bewegung und natürlich auch die Lachmuskeln. Es folgte eine kleine aber stramme Wanderung.

Es folgte mein Vortrag über Fette und Enzyme bei Diabetes 3 c. Immer wieder stelle ich fest, dass gravierende Fehler bei der Einnahme und Berechnung der Enzyme gemacht werden. Oftmals ist man viel zu zögerlich mit der Einnahme und oft entstehen dadurch Verdauungsprobleme, die verhindert werden könnten.

Wieder gab es einen kleinen Imbiss, danach wurden die Themen „ Erkennen von Unterzuckerungen (Hypoglykämien)“ und „Ketose/Ketoazidose“ von Dr. Kress behandelt.

Es folgte Dr. Borchert mit seinem Vortrag „Motivation für das Diabetesselbstmanagement“. Nach vielen Fragen der Teilnehmer ging es zum Essen.

Danach war das Thema Blutzuckerverhalten bei Bewegung angesagt, dazu ging es in die Therme, wo wir unter fachlicher Anleitung Wassergymnastik machten.

Es folgten die Einzelgespräche: Dosisanpassung unter ärztlicher Aufsicht und Motivation für das Diabetesselbstmanagement, sehr viele Teilnehmer nahmen dieses Angebot an. Herr Dr. Kress konnte dies nur mit sehr hohem Zeitaufwand bewältigen.

Anschließend Abendessen und es folgte ein Erfahrungsaustausch, der bis ca. 22 Uhr dauerte. Keiner wollte so richtig ins Bett, alle verstanden sich prächtig.

Der letzte Tag begann wieder mit einem Frühstück, Bewegung im Sitzen, dies übernahm heute Frau Maier. Es folgte Blutzucker Interpretationen, Fehler vermeiden und Auswertungen.

Damit hatten wir den fachlichen Teil abgearbeitet und zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Jetzt wollten wir wissen, wie die Schulung bei unseren Teilnehmern ankam, dazu gab es ein persönliches Feedback von jedem Teilnehmer.

Die Teilnehmer arbeiteten großartig mit. Sie erschienen pünktlich, wissbegierig und hatten immer gute Laune. Sie trugen dazu bei, dass diese Schulung ohne Komplikationen abgehalten werden konnte. Ihre persönlichen Meinungen am Ende der Veranstaltung haben uns sehr gefreut und ermutigt, weiter zu machen.

Feedback aller Teilnehmer:

  • Hohe Lernkurve.
  • Danke! Gut! Etwas Schriftliches über die Inhalte wäre toll!
  • Erwartungen übererfüllt!
  • Teilweise ganz schön gefordert!
  • TEB besser kennengelernt. Sicherheit gewonnen! Gefühl, gut aufgehoben zu sein.
  • Tolle Umgebung! Alles hat gepasst.
  • Austausch unter den Teilnehmern super.
  • Gute Informationen! Input hoch! Zusammenfassung der Folien wäre toll.

Herr Dr. Kress, Herr Dr. Schläger, Herr Dr. Borchert, Frau Twardawa, Herr Stang, die Hotelleitung, das Personal und ich bekamen ein großes Lob. Mit diesen Aussagen geht die Schulung zu Ende.

Es folgte das Mittagessen und dann fuhren die meisten der Teilnehmer nach Hause.

 

TEB dankt:

Herrn Dr. Kress für die Übernahme der ärztlichen Leitung und für seinen unermüdlichen Einsatz, der dieser Schulung die besondere Note gab. Unser Ziel war es, Betroffenen und deren Angehörigen die Angst vor dem Diabestes 3 c zu nehmen und darüber aufzuklären, worauf unbedingt geachtet werden muss. Richtiges Essen, richtiges Messen und richtiges Spritzen sind unumgänglich und müssen erlernt werden.

Herr Dr. Schläger stellte uns das FGM-Gerät vor. Jeder Teilnehmer, der wollte, bekam ein Gerät zum Anlegen, selbstverständlich wurde im Vorfeld erklärt, wie es angelegt und gehandhabt wird. Für uns war es wichtig und sinnvoll, dass jeder ein FGM hatte, denn es war für die heutige Schulung von großer Bedeutung, da wir wissen wollen, wie sich der Diabetes z. B. bei Sport verhält.

Herr Dr. Borchert zeigte, dass die Psyche des Menschen ganz unterschiedlich ist und wir oftmals gar nicht wissen, warum dies oder das uns aus dem Konzept bringen kann. Sein Mix aus eigenen Erfahrungen und medizinischem Wissen war für uns alle eine Bereicherung. Plötzlich war Psychologie ein interessantes Thema und alle hatten den Eindruck, Herr Dr. Borchert spricht unsere persönliche Situation an. Wir fanden uns alle in dem was er sagte wieder.

Frau Twardawa für ihre Hilfe und Unterstützung. Ihre ruhige und menschliche Art, ihre eigene Erfahrung im Umgang mit Diabetes und ihr Wissen kam bei allen Teilnehmern sehr gut an. Sie unterstützte Herrn Dr. Kress und assistierte ihm bei den erstellten Fragebögen, indem sie mit den Betroffenen im Vorfeld alle Fragen durchging und erklärte. Sie sprang ein beim Sport, bei der BE-Berechnung und war immer eine wichtige Ansprechpartnerin.

Auch ich hatte meine Aufgabe. So eröffnete und schloss ich die Veranstaltung. Frau Spies musste wegen Krankheit ihres Partners kurzfristig absagen. Den Vortrag „Fette und Enzyme“ übernahm ich. Sport und Bewegung wurden spontan von Frau Twardawa und mir gemeinsam durchgeführt. Ich machte Lockerungsübungen für Kopf, Hals, Arme, Beine und Po, danach folgte die zweite Hälfte, ein kleiner Sparziergang mit Frau Twardawa. Es zeigte sich auch hier, man muss nur flexibel sein, dann geht alles.

Mein Mann ist bekannt dafür, dass er eine gute Vorbereitung, Planung, Organisation, Durchführung und Dokumentation an den Tag legt. Es klappte alles, es fehlte an nichts und immer war er ein perfekter Ansprechpartner für alle technischen Fragen. Er war „ein Mann für alle Fälle“, diese Aufgabe übernimmt er wie kein anderer.

Frau Maier übernahm spontan am Sonntag die Frühgymnastik im Sitzen und sorgte damit für den richtigen Start in den letzten Teil der Schulung.

Herrn Oliver Helfrich und Herrn Markus Henke, dem ganzen Team vom Bäder Park Hotel, für die liebevolle Aufnahme, Bewirtung, Technik und die Umsetzung unserer Wünsche. Der Service war spitze, die Zimmer schön, das Essen gigantisch, die Wassergymnastik super, das gesamte Personal sehr, sehr freundlich.

Dies alles hat dazu beigetragen, dass diese Schulung bei allen Teilnehmern eine gelungene und erfolgreiche Veranstaltung war und nachhaltig in bester Erinnerung bleiben wird.

Allen, die diese Schulung möglich gemacht haben, auch den ungenannten, ein ganz herzliches Dankeschön.

Wir von TEB e. V. würden uns wünschen, dass wir auch in Zukunft ähnliche Schulungen z. B. mit den Themen: Vertiefung des Erlernten bei Diabetes 3 c, Ernährung, Enzyme, Extreme psychische Belastung den Betroffenen und deren Angehörigen genauso unkompliziert anbieten könnten. Ich bin mir sicher, das spart den Kassen Kosten, geschulte Betroffene verursachen weniger Folgekosten.

Katharina Stang

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