Seit 15 Jahren unermüdlich im Einsatz

Seit nunmehr 15 Jahren gibt es TEB e. V. Selbsthilfe (Tumore und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse). Aus einer Idee gepaart mit Idealismus und einem unbändigen Willen, unsere anfänglich gesteckten Ziele und Aufgaben für Betroffene und deren Angehörige in die Praxis umzusetzen, wurde Wirklichkeit. Seit Jahren sind wir für Betroffene und ihre Angehörigen ein kompetenter und verlässlicher Partner, der sich für ihre Belange, Sorgen und Nöte tagtäglich einsetzt. Dabei können wir auf jahrelange Erfahrung und profundes Wissen, was zwangsläufig bei einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, insbesondere Krebs, nach unserer Meinung unbedingt erforderlich ist, zurückgreifen. Obwohl es mir und den 7 Gründungsmitgliedern am Anfang nicht leicht gemacht wurde, uns viele Steine, ja man kann sagen Brocken in den Weg gelegt wurden, haben wir es dennoch geschafft. Aus einer kleinen Selbsthilfegruppe wurde eine große Selbsthilfeorganisation, die in ihren Zielen, Aufgaben, Anforderungen, Erfahrungen, Wissen und Kompetenzen deutschland- und auch weltweit große Anerkennung und Wertschätzung erfahren durfte.

Wir sind wie Phönix aus der Asche gestiegen und haben unsere Ziele Stück für Stück umgesetzt, erweitert und entwickelt. Ja, wir haben alles darangesetzt, dass das Thema Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, insbesondere Krebs, in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde. Unser Ziel war damals wie heute, dieses Krankheitsbild aus dem Abseits, in dem es sich seit Jahren befand, heraus zu holen. Es war uns von Anfang an klar, dass wir dies nicht alleine bewältigen konnten. Wir brauchten und suchten Helfer und Unterstützer. Wir wussten, nur gemeinsam sind wir stark und können etwas in der Zukunft für Betroffene und deren Angehörige erreichen! Dafür braucht es Menschen, die einem weiterhelfen und uns tragen und finanziell unterstützen.

Die Anfrage, die 2012 an uns herangetragen wurde, einen Welt-Pankreaskrebstag ins Leben zu rufen, ließ uns keinen Moment zögern. Wir wussten, dass ein solcher Tag Politik, Ärzte, Klinik und Forschung in Zukunft fordern wird, für die oftmals bis dahin wenig beachtete und wenig bekannte Erkrankung mehr zu tun.
Als Gründungsmitglied konnten wir als erste Gruppe aus Deutschland unsere Ideen, Wünsche, Erfahrungen und Wissen einbringen. Selbstverständlich war für uns auch, dass wir den Tag innerhalb Deutschlands nach vorne bringen mussten. So starteten wir die ersten Beleuchtungsaktionen in der Farbe Lila, indem öffentliche Gebäude angestrahlt wurden. Der Durchbruch war da, und heute hat der Welt-Pankreaskrebstag einen festen Platz im November. Inzwischen werden weltweit wichtige Gebäude in lila angestrahlt und immer mehr Länder und Kontinente machen an vielen Aktionen mit. Mit dieser Zusammenarbeit weltweit haben wir ein wichtiges Fenster zur Welt geöffnet!

Vieles haben wir in den letzten 15 Jahren getan, wie z. B. zahlreiche Veranstaltungen und Projekte durchgeführt. Des Weiteren haben wir 13 themenbezogene Infomappen, Broschüren,  3 Kartensets und 25 TEB-Magazine sowie mehrere Filme herausgebracht.
Dass wir bei mehreren Forschungsprojekten intensiv mitarbeiten, ist doch sicher kein Zufall, sondern eher, dass man unsere Expertise schätzt und auch braucht.
Dazu bieten wir unseren Mitgliedern telefonische und persönliche Beratungen, Expertentelefon, Präsenz- und Online-Gruppen sowie Sprechstunden in den Kliniken an, - sofern wir nicht durch Corona eingeschränkt werden.

jubilaeum.pngSeit Jahren werden wir von einem hochkarätigen Wissenschaftlichen Beirat, Fachausschuss, Vorstand und ehrenamtlichen Helfern unterstützt. Ohne deren unentgeltliche Hilfe und Unterstützung könnten wir die vielfältigen Aufgaben nicht abdecken und leisten. Ihnen allen gilt unser aufrichtiger Dank!
Genauso wichtig ist es auch, denen zu danken, die uns in besonderer Weise schon jahrelang finanziell unterstützen, wie z. B. die Krankenkassen nach § 20 SGB V, die Eva Mayr-Stihl Stiftung, die Alte Apotheke Feuerbach, die Ludwigsburger Kreiszeitung, der Krebsverband Baden-Württemberg, die TEB Allstars, die Country Band R. E. A. C. H und auch verschiedene Stiftungen und Pharmaunternehmen und unsere Mitglieder.
Danke an alle ungenannten, die uns, sei es materiell oder ideell, zur Seite stehen und dafür sorgen, dass die Räder nie stillstehen.
Danke auch an unsere Mitarbeiter, die uns teilweise schon jahrelang die Treue halten und uns mit ihrer Arbeitskraft unterstützen.
Ganz besonders danke ich meinem Mann, der mich seit der ersten Minute unermüdlich begleitet, unterstützt und hilft. Ohne ihn wäre TEB e. V. nicht da, wo wir heute sind.
Danke an alle unsere Mitglieder, die uns durch ihre Mitgliedschaft Vertrauen, Wertschätzung und Anerkennung entgegenbringen.

Nun noch ein Wort zu mir!
Seit 15 Jahren stehe ich als 1. Vorsitzende von TEB e. V. an der Spitze und steuere die Geschicke nach innen und außen und baue dabei unser gut funktionierendes Netzwerk weiter aus. Natürlich ohne jedes Gehalt! Als ehrenamtliche Geschäftsführerin der Landes- und Bundesgeschäftsstelle leite ich diese und versuche, alle gesetzlichen und geschäftlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Meine Hauptaufgabe besteht darin, unsere Mitglieder oder Hilfesuchende zu beraten, zu unterstützen und zu begleiten.
Des Weiteren habe ich, bevor Corona kam, 10 Regionalgruppen geleitet und neben der Leitung auch die Verbindung zwischen Ärzten, Betroffenen und Angehörigen hergestellt, damit wir alle auf Augenhöhe kommunizieren können. Jetzt zu Corona Zeiten finden 14-tägig Online- Gruppen statt, die ich moderiere.

Voller Stolz können wir sagen, - die letzten 15 Jahre waren erfolgreich und haben sehr viel zum Wohle der Betroffenen und Angehörigen bewegt! Vielleicht können wir nach der Corona Krise die 15 Jahre, unser kleines Jubiläum, mit unseren Mitgliedern, Vorstand, Ärzten, Ehrenamtlichen und Mitarbeitern gebührend feiern. Der Erfolg von TEB e. V. ist nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis harter Arbeit, Disziplin und Idealismus. Das darf man ruhig auch mal feiern!

Katharina Stang