Spezifischer Kochkurs mit Ralf Hassel am 18.03.2014

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Spezifischer Kochkurs am 18.03.2014 im Parkcafé im Blühenden Barock Ludwigsburg mit Herrn Ralf Hassel, Küchenmeister und Sternekoch.

Wir danken der Fa. Abbott, Hannover, die dieses Projekt mit 5.000,00 Euro unterstützte und dessen Realisierung so überhaupt erst ermöglichte.

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Eindrücke, die Teilnehmer, Gastgeber und Förderer hinterlassen haben.

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Die Idee, unseren Betroffenen einen Kochkurs mit einem Sternekoch anzubieten, wurde in der letzten ärztlichen Beiratssitzung von Herrn Professor Bischoff, Ernährungswissenschaftler der Universität Hohenheim, vorgeschlagen. Es ging ihm darum, unseren Mitgliedern zu zeigen, dass gutes und richtiges Essen ihnen trotz ihrer schweren Erkrankung eine höhere Lebensqualität bringen würde.

Die Idee war geboren. Doch wie und mit wem konnte sie umgesetzt werden? Wer könnte und würde ein solches Projekt finanzieren? Ich wusste, wenn man ein solches Projekt in die Tat umsetzen will und dafür die entsprechende Unterstützung beantragt, muss das Projekt das Interesse und die Notwendigkeit wecken und den Unterstützer von der Wichtigkeit überzeugen.

Während eines Gesprächs am Rande der Gastroenterologen-Tagung in Nürnberg mit den Mitarbeitern der Fa. Abbott kamen wir ganz beiläufig auf diese Idee zu sprechen, einen Kochkurs mit Betroffenen durchzuführen und darüber, einen Dokumentarfilm zu erstellen. Ich hatte sofort das Gefühl, hier auf offene Ohren zu stoßen und Unterstützung für dieses Projekt zu erhalten, sollte es zustande kommen.

Zu Hause angekommen, versuchte ich dem Projekt einen Namen und ein Gesicht zu geben, indem ich es beschrieb und auf einige wichtige Punkte wie Darstellung, Aufgaben und Ziele desselben, Zeitraum der Durchführung, Finanzierung und Dokumentation einging. Außerdem erstellte ich eine Liste, was alles dazu benötigt würde.

Als ich alles in groben Zügen beschrieben hatte, wendete ich mich erneut an den zuständigen Mitarbeiter der Fa. Abbott mit der Bitte um Unterstützung. Bereits nach wenigen Tagen bekam ich einen Anruf der Fa. Abbott und es wurde mir signalisiert, dass dieses Projekt auf große Zustimmung gestoßen sei und TEB e. V. dabei Unterstützung erhalten würde. Ich war erst einmal erstaunt, dass alles sehr schnell ging und wirklich realisiert werden könnte, womit ich ehrlich gesagt nicht gerechnet hatte.

Nun war ich gefordert. Das Projekt war auf dem Weg und musste durchgeführt werden. Wieder kam mir der Zufall zur Hilfe.Bei einer Besprechung mit Herrn Lacher in Vorbereitung unseres 8. Ärzte- und Patientenseminars fragte ich ihn, ob er mir helfen könnte, einen Sternekoch zu finden. Er schaute mich an und meinte: „Mein Koch, Herr Ralf Hassel, hat einen Stern und wir bieten einen exklusiven Kochkurs in einem schönen Ambiente mit allem Drum und Dran an“.

Was mir jetzt fehlte, waren die Teilnehmer. In den verschiedenen Gruppen, die ich leite, stellte ich den Kochkurs vor und fragte, wer mitmachen würde. Noch nie zuvor hatte ein Projekt eine derartige Zustimmung gefunden und spontan gingen die Arme hoch. Die Anmeldungen aus den verschiedenen Gruppen sprudelten nur so. Ich hatte Sorge, dass ich einigen Teilnehmern absagen müsste, weil nur eine begrenzte Zahl in der Küche Platz hatten. Auch hier hatte Herr Lacher eine Idee - es konnten genauso viele Angehörige wie Teilnehmer beim Essen dabei sein.

Mein Ziel war es, mit dieser Veranstaltung Betroffenen mit einer schweren Erkrankung zu zeigen, dass Essen Lebensqualität bedeutet und vieles in der Gemeinschaft besser gelingt. Außerdem sollte die richtige und ausreichende Einnahme der Enzyme an Hand einer Power-Point Präsentation erklärt werden.

Nun suchte ich noch die wissenschaftliche und ärztliche Untermauerung. Und wer konnte diese Aufgabe besser übernehmen als Herr Professor Bischoff aus unserem ärztlichen Beirat, Ernährungswissenschaftler. Er hat diese Aufgabe spontan übernommen.

Da wir das Ganze als Dokumentation und zu Schulungszwecken in unseren Gruppen einsetzen wollen, war es naheliegend, einen Dokumentationsfilm zu erstellen. Hier brauchte ich nicht lange zu suchen. Ich konnte auf das Filmteam des TV-Studios Leonberg zurückgreifen.

Nun konnte es losgehen.Alle Hausaufgaben waren gemacht. Am 18.03.2014 trafen die Teilnehmer bei gutem Wetter und bester Laune im Park-Cafe ein. Herr Lacher und sein Team begrüßten sie auf das herzlichste.

Zunächst wurde eine kleine Einführung zum Ablauf gegeben und jeder bekam seine Schürze und eine Menümappe. Die Einteilung der jeweiligen Gruppen wurde in der Küche vorgenommen und jeder Gruppe wurden die Fachleute aus dem Lacher-Team zu ihrer Unterstützung zugeordnet. Jeder Teilnehmer kam reih um dran, und konnten so lernen, wie Fische fachmännisch entgrätet, Gemüse und Eis richtig zubereitet wird u. v. m.

Es herrschte ein buntes Treiben in der Küche.Es wurde gelacht und gescherzt und immer wieder war das Filmteam zur Stelle und dokumentierte alle Abläufe. Die Speisen wurden liebevoll zubereitet und das Team um Herrn Lacher sorgte in dieser Zeit für so manche Überraschung.

Bevor es zu dem theoretischen Teil der Enzyme ging, nahmen wir alle an der großen Bar Platz und bekamen einen erfrischenden köstlichen Cocktail serviert.
Spontan sangen alle ein Lied. Vielleicht ist 2015 noch ein Spender da, der uns nochmals einen Kochkurs dieser Art ermöglicht.

Dann hielt ich einen Vortrag über die Verdauungsenzyme, wobei mir wichtig war, in einen Dialog mit den Teilnehmern zu treten. Dabei wurde sofort klar, dass diejenigen, die regelmäßig die Gruppe besuchen, über ein besseres Wissen verfügen und die Dosierung und Einnahme der Enzyme leichter umsetzen können. Sie sind nicht zögerlich, sondern nehmen auch mal mehr Einheiten zu sich als notwendig, wenn sie sich nicht sicher sind.

Danach wurden wir zum ersten Mal in den Raum geführt, in dem wir zusammen das Menü einnehmen wollten. Wir trauten unseren Augen nicht, als wir die mit Ludwigsburger Porzellan und Silberbesteck festlich gedeckten Tische sahen. Wir fühlten uns wie die Könige. Auch hier hatte Herr Lacher an alles gedacht und wieder Überraschungen eingebaut.

Der erste und zweite Gang wurde von jedem Teilnehmer auf seinem eigenen Teller dekoriert. Danach stellten sich alle in einer Reihe auf und kamen zu Tisch. jetzt wurde uns gezeigt, wie man den Teller gleichzeitig hinstellt und sich alle gleichzeitig setzen. Jeder der drei Tische kam dran und bekam sein Lob. Es bereitete so viel Freude, nur fröhliche und gutgelaunte Menschen zu sehen.

Der dritte und vierte Gang wurde von Herrn Lacher und seinem Küchenteam serviert. Unter silbernen Hauben wurde der dritte Gang von jeweils sechs Mitarbeitern hereingebracht, auf die Plätze gestellt und zusammen wurden die Hauben abgenommen. Jetzt fühlten wir uns nicht nur wie Könige, jetzt waren wir Könige!

Zum Schluss wurde uns mit dem Nachtisch der letzte Gang serviert. Auch dieser war sehr liebevoll auf den Tellern angerichtet. Es schmeckte alles sehr, sehr gut und war sehr liebevoll dekoriert. Immer wieder hat Herr Lacher einen netten Spruch oder eine Anekdote auf den Lippen und hat diese immer wieder beigesteuert. Es war eine gemütliche, fröhliche Runde.

Es tat den Betroffenen auch gut, dass Herr Professor Bischoff sich die Zeit nahm, um mit ihnen zu essen.Dabei wurde so manches Gespräch geführt.
Wie sagte ein Teilnehmer: "... heute war der Professor Bischoff einer von uns und war nur für uns da."

Dann kam nach einem langen, erlebnisreichen und wunderschönen Tag das Ende der Veranstaltung. Herr Lacher und sein Team verabschiedeten sich und bekräftigten, dass es auch für sie ein interessanter Nachmittag  war.

Zum Schluss dankte ich Herrn Lacher und seinem Team für diesen Tag, den wir nicht vergessen werden. Ob es eine Wiederholung geben kann, bleibt abzuwarten. Wir benötigen dazu eine finanzielle Unterstützung.

Danken möchte ich Herrn Rothfuss und seinem Filmteam. Sie haben von 14.00 -18.00 Uhr unermüdlich gefilmt und Interviews durchgeführt. Wir alle sind auf den Film gespannt.

Den Teilnehmern danke ich.Sie haben alles mitgemacht, waren guter  Laune und haben in der Küche fleißig mitgearbeitet.Es hat sichtlich Spaß gemacht.
Beim Abschied sagten einige unter Tränen, es sei ihr schönstes Erlebnis gewesen und sie würden sich wünschen, so etwas noch einmal erleben zu können. Ein anderer sagte: "... der heutige Tag gibt mir Kraft und vielleicht schmeckt mir das Essen weiterhin so gut wie heute. Für ein paar Stunden konnte ich heute abschalten. Dank dafür."

Dieses Projekt hinterlässt bei allen Mitwirkenden nachhaltige Spuren der Menschlichkeit und Zufriedenheit. Betroffene haben erfahren und erleben dürfen: Essen ist wichtig, es gibt ihnen Kraft und sie sind durchaus in der Lage, noch etwas zu bewegen.

Diese Projektförderung war sinnvoll und gut angelegt.

Danke auch an meinen Mann. Er war wieder die Seele im Hintergrund und hatte alles im Griff, so dass nichts schief laufen konnte.

Vielen Dank
Katharina Stang

 
 

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