Tätigkeitsbericht 2018 Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben

Die Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben besteht seit fast 10 Jahren und trifft sich monatlich einmal im Matthäus-Ratzeberger-Stift in Wangen/Allgäu. In die Gruppenstunde kommen Betroffene mit Angehörigem bzw. Betroffener oder Angehöriger. Die Teilnehmer sind aus der ganzen Region Bodensee-Oberschwaben mit Allgäu. Im Durschnitt sind es etwa 12 Gruppenmitglieder mit jeweils unterschiedlichen Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, vorwiegend jedoch nach Bauchspeicheldrüsenkrebs-Operationen. Oft kommen Betroffene nur einmal, um Informationen zu erhalten und sind an einer regelmäßigen Teilnahme nicht interessiert, andere wiederum kommen nur, wenn sie Probleme haben. Über das Jahr verteilt gibt es verschiedene Gruppenaktivitäten und Referate zu Themen, die unsere Krankheit betreffen. Leider musste in diesem Jahr das vorgesehene Referat ausfallen, da die Referentin Terminschwierigkeiten hatte.

Ernährung und Enzymeinnahme sind bei jedem Treffen die Hauptthemen, vor allem wenn neue Teilnehmer da sind. Immer wieder zeigt sich, dass es hier große Verunsicherungen gibt, da Hausärzte und oft auch schon von der Klinik aus keine genaue Einnahme zu den Enzymen gegeben wird. Die Folgen sind dann Probleme wie Durchfälle und Gewichtsabnahme. Oft heißt es: Das alles hat mir niemand gesagt. Beschwerden und Verhalten nach Operationen, Chemotherapie, Reha, Nachsorge, Schwerbehindertenausweis und vermehrt auch Naturheilkunde, Homöopathie, Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel sind weitere Gesprächsthemen, welche die Betroffenen interessieren. Fragen zur Erforschung neuer Mittel gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs sind genauso Thema wie irgendwelche obskuren Mittel, die immer wieder angepriesen werden. So entstehen jedes Mal rege Diskussionen zu all diesen Themen.

Im März waren einige Gruppenmitglieder beim jährlichen TEB Ärzte- und Patiententag in Ludwigsburg. Es gab interessante Vorträge zu dem Krankheitsbild „Bauchspeicheldrüsenerkrankungen“. Nach den Vorträgen hatten wir Gelegenheit, an die Referenten Fragen zu stellen. Einmal mehr konnten wir wieder neue Erkenntnisse mitnehmen.

Auch in diesem Jahr fand im Sommer und Spätherbst unser „Gemeinsames Kochen“ mit der Ernährungsberaterin Frau Angelika Rupp statt. Das Interesse daran ist groß, denn jedes Mal erfahren wir Neues über Ernährung und Tipps zur Zubereitung der Speisen. Vor allem alleinstehende Gruppenmitglieder freuen sich darauf, da sie das Kochen und Essen in der Gemeinschaft schätzen.

Ein fester Punkt im Gruppenjahr ist der jährliche Ausflug, bei dem auch Angehörige mit dabei sind. Dieses Jahr fiel die Wahl auf den Besuch des Hymer Museums in Bad Waldsee.

Ein interessanter Nachmittag, bei dem wir die Geschichte des Wohnmobils vom Anfang bis heute erfuhren. Bei Kaffee, Kuchen und anregenden Gesprächen im Museumscafé beschlossen wir den Nachmittag. Dabei betonen die Betroffenen immer wieder wie schön es ist, sich außerhalb der Gruppenstunde zu treffen und dabei nicht über die Krankheit zu reden.

Im Dezember schlossen wir das Gruppenjahr mit einer stimmungsvollen Adventsfeier ab.


Auch als Gruppenleiterin brachte das Jahr wieder einiges an Arbeit:

  • Die Vorbereitungen der Gruppenstunden
  • Persönliche Einzelgespräche über die Krankheit und neuen Mut geben mit den oft verzweifelten und teils depressiven Betroffenen, vor bzw. nach den Treffen
  • Krankenhaus- und Hospizbesuche
  • Begleitung zu Arztterminen
  • Förderanträge stellen und Abrechnung der erhaltenen Gelder
  • Berichte schreiben
  • Sich über neueste Erkenntnisse zur Krankheit informieren

 

Die Gruppe bedankt sich ganz herzlich bei dem Matthäus-Ratzeberger-Stift für die unentgeltliche Nutzung des Gruppenraumes. Ein Dankeschön auch an die Regionale Fördergemeinschaft Bodensee-Oberschwaben der Krankenkassen und an die DAK für die finanzielle Unterstützung, ohne die eine erfolgreiche Gruppenarbeit nicht möglich wäre.

Ursula Krug

Gruppenleiterin

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