Tätigkeitsbericht 2019 der TEB Regionalgruppe Allgäu-Schwaben

Seit nun fast sieben Jahren besteht die Regionalgruppe Allgäu-Schwaben. Regelmäßig alle vier Wochen treffen wir uns im Gruppenraum, den uns das Klinikum Memmingen unentgeltlich zur Verfügung stellt. Erfreulicherweise kamen auch dieses Jahr neue Gruppenmitglieder dazu, allerdings sind auch zwei verstorben. Aktuell sind wir inzwischen 8-12 Betroffene, die meistens mit einem Angehörigen zu den Treffen kommen.

Wie immer, vor allem bei den Neuen, sind Enzymeinnahme und Ernährung die wichtigsten Fragen. Hier herrscht eine große Unsicherheit. Wieviel und wann muss ich die Enzyme einnehmen? Oft ist die Dosierung zu niedrig oder sie werden falsch eingenommen. Ergebnis: Durchfälle, Blähungen, Bauchschmerzen, Gewichtsabnahme. Appetitlosigkeit nach der Operation oder während der Chemotherapie ist ebenfalls ein wichtiges Thema. Mangelernährung und ebenfalls Gewichtsabnahme können hier die Folge sein, was bei einem sowieso instabilen Gesundheitszustand kritisch werden kann. Persönliche Erfahrungen von Gruppenleiterin und anderen betroffenen Gruppenteilnehmer können hier meistens weiterhelfen. Ein weiteres Thema sind vermehrt Homöopathie bzw. Alternativmedizin. Leider stehen nach unseren Erfahrungen manche Onkologen diesen Themen kritisch bzw. skeptisch gegenüber. Auch Diabetes Typ 3c ist inzwischen ein Thema in der Gruppe, da einige Teilnehmer davon betroffen sind. Auch hier kann die Gruppenleiterin aus eigener Erfahrung Tipps und Hinweise geben. Zu all diesen Themen entstehen rege Diskussionen und Gespräche.

Unser alljährlicher Gruppenausflug, bei dem auch Angehörige dabei sind, führte uns im Juli in das Gartenbaumuseum in Illerbeuren. Es war ein interessanter Nachmittag und wir erfuhren einiges über die Gartenkultur der vergangenen 200 Jahre, einschließlich der damals benutzten Gartenwerkzeuge. Die angeschlossenen Schaugärten erfreuten unsere Sinne mit ihrer überreichen Blütenpracht und vielen alten und neuen Gemüsesorten. Als Gartenfreunde konnten wir einige Anregungen für den eigenen Garten mitnehmen. Anschließend beendeten wir im Museumscafe bei regen Gesprächen und bei Kaffee und Kuchen diesen interessanten Nachmittag.

Ein aufschlussreiches Referat mit Frau Christine Wierl, Schwester der Onkologie am Klinikum Memmingen, hatten wir im Oktober. Thema: Chemotherapie, wie kann ich mir die Nebenwirkungen erleichtern. Nach einer kurzen Einführung in den Ablauf der Chemotherapie und die verschiedenen Zytostatikas bei einem Bauchspeicheldrüsentumor erklärte sie die möglichen Nebenwirkungen, die von Übelkeit, Appetitlosigkeit über Durchfälle und Müdigkeit bis hin zu Schlafstörungen und Polyneuropathie reichen. Wichtig sind eine gesunde, vitaminreiche Ernährung und möglichst regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Erleichterung können Aromaöle, Schmerzöle und Bachblüten bei den verschiedenen Nebenwirkungen bringen. Das Wichtigste ist jedoch, gut auf sich zu achten und bei anhaltenden Beschwerden den behandelnden Arzt informieren!

Mit einer stimmungsvollen Adventsfeier beendeten wir im Dezember das Gruppenjahr. Auch hier sind die Angehörigen jedes Mal dabei. Am schön dekorierten Tisch und bei Tee, Kaffee und Brötle entwickeln sich persönliche Gespräche, die nicht nur von der Krankheit handeln. Alle betonen immer wieder, wie schön und wichtig diese Feier für den sozialen Zusammenhalt der Gruppe ist. Vor allem die Alleinstehenden genießen diese Stunden.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim Klinikum Memmingen für die unentgeltliche Überlassung des Gruppenraumes. Ein besonderes Dankeschön an den Regionalen Runden Tisch Schwaben-Süd für die finanzielle Förderung und Unterstützung unserer Regionalgruppe. Ohne diese Hilfen könnte die Gruppenarbeit in dieser Form nicht stattfinden.

 

Ursula Krug
Gruppenleiterin

 
 

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