Tätigkeitsbericht 2019 der TEB Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben

Seit 10 Jahren besteht die TEB Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben nun schon, was im September mit Betroffenen und Gästen gefeiert wurde. Zu den monatlichen Treffen im Matthäus-Ratzebergerstift in Wangen kommen Betroffene allein bzw. auch mit Angehörigem aus der Region Bodensee-Oberschwaben und dem nahe liegenden Allgäu. Durchschnittlich sind wir eine Gruppe von 10-12 Teilnehmern die von unterschiedlichen Bauchspeicheldrüsenerkrankungen betroffen sind. Manche kommen nur einmal, um Informationen zu erhalten, andere nur, wenn sie Probleme haben, die meisten kommen jedoch regelmäßig. Verschiedene Aktivitäten über das Jahr halten das Gruppenleben lebendig. Leider sind auch in diesem Jahr drei Gruppenmitglieder verstorben.

Hauptthema bei jedem Treffen sind Enzymeinnahme und Ernährung, vor allem bei den neuen Teilnehmern. Aber auch „alte“ Gruppenmitglieder haben immer wieder Probleme damit. Die Verunsicherung ist hier groß, da oft schon in der Klinik keine genaue Einnahme gegeben wird und die Hausärzte meist zu wenig darüber wissen. Die Folgen: Durchfälle, Blähungen, Bauchschmerzen und was bei den ohnehin „leichtgewichtigen“ Betroffenen in der Folge dazu kommt, ist die Gewichtsabnahme. Oft kommt noch Appetitlosigkeit dazu, dann kann es rasch zu einer Mangelernährung kommen. Weitere Themen, die immer wieder angesprochen werden sind: Auf was muss ich nach der Operation achten, Chemotherapie, Reha, Nachsorge und Schwerbehindertenausweis. Auch Fragen zu Naturheilkunde, Homöopathie, Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine sind regelmäßig Themen, was zu regen Diskussionen führt.

Im Mai fand unser alljährliches „Gemeinsames Kochen“ mit der Ernährungsberaterin Frau Angelika Rupp statt. Das Interesse daran ist groß, vor allem bei den alleinstehenden Gruppenmitgliedern, da sie das gemeinschaftliche Kochen und Essen besonders schätzen. Leider konnte das herbstliche Kochen in diesem Jahr nicht stattfinden, da die Küche renoviert wurde. Die Gruppe freut sich schon, in 2020 in der neuen Küche wieder einen gemeinsamen Kochabend zu gestalten.

Fest im Jahresprogramm integriert ist der jährliche Ausflug, bei dem auch die Angehörigen dabei sind. So fuhren wir im Juli zusammen mit der Regionalgruppe Allgäu-Schwaben nach Illertissen in das Gartenkulturmuseum. Bei einem Rundgang erklärte uns der Führer die verschiedenen alten Gartengeräte, die teilweise schon technisch raffiniert für damalige Zeiten waren. Anschließend besuchten wir die Schaugärten, in denen alte und neue Gemüsesorten gezogen wurden und weitere Beete uns mit einer üppigen Blütenpracht erfreuten. Anregungen für den eigenen Garten gab es hier in Hülle und Fülle. Es war ein interessanter Nachmittag den wir im Museumscafe mit Kaffee und Kuchen abschlossen.

Im September feierten wir in der Cafeteria des Matthäus-Ratzebergerstifts unser 10-jähriges Jubiläum. Betroffene und Angehörige erlebten zusammen mit den geladenen Gästen Katharina und Helmut Stang, Frau Stark als Leiterin des Heimes, dem Wangener OB Herr Michael Lang und der örtlichen Presse einen stimmungsvollen und schönen Nachmittag. Nach den üblichen Dankesreden sorgte unser Gruppenmitglied Frau Baun mit ihren drei Musikschülern für den musikalischen Teil. Bei Kaffee und Kuchen ergaben sich anregende und informative Gespräche. Dabei drang die Hoffnung durch, dass Frau Krug noch lange die Gruppe leiten kann.

Im Herbst schrieb die Bürgerstiftung Ravensburg einen Wettbewerb für Selbsthilfegruppen aus. Daran nahmen 33 Gruppen teil. Dreizehn davon erhielten einen Preis, darunter war auch die Regionalgruppe Bodensee-Oberschwaben. Mit dem Preisgeld werden wir uns für 2020 ein Projekt aussuchen, das sonst nicht möglich wäre.

Mit der alljährlichen stimmungsvollen Adventsfeier schlossen wir das Gruppenjahr ab. Auch bei dieser sind die Angehörigen herzlich willkommen. Dabei wird bei Tee, Kaffee und Brötla nicht nur über unsere Krankheit gesprochen. Es ist jedes Mal ein schöner Abschluss des Gruppenjahres.

Die Gruppe bedankt sich ganz herzlich bei dem Matthäus-Ratzeberger-Stift für die unentgeltliche Nutzung des Gruppenraumes. Ein Dankeschön auch an die Regionale Fördergemeinschaft Bodensee-Oberschwaben der Krankenkassen und an die DAK für die finanzielle Unterstützung, ohne die eine erfolgreiche Gruppenarbeit nicht möglich wäre.

 

Ursula Krug
Gruppenleiterin

 
 

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