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Bericht zum Gruppentreffen der RG Nördlicher Schwarzwald am 18. Januar 2016

Das Jahr hatte gerade begonnen und schon stand das erste Gruppentreffen in 2016 vor der Tür. Pünktlich eröffnete ich das Treffen und stellte fest, dass einige Plätze leer blieben. Einige hatten sich entschuldigt, bei einigen ließ es sich nicht feststellen;  vielleicht lag es an der Witterung oder an plötzlichen Erkrankungen. Damit muss man in unseren Gruppen leider immer wieder rechnen.

Wir sprachen über die vergangenen Wochen, wie es jedem ergangen war und was im Moment bei jedem einzelnen anliegt. Es meldete sich eine Angehörige. Sie berichtete, wie sich der Zustand ihres Mannes in den letzten Tagen verändert hat. "Er will kaum noch laufen, das Essen schmeckt ihm nicht und Lust am Leben hat er auch nicht. Sie habe fast keine Kraft, ihn ständig zu ermuntern, nicht aufzugeben. Sie sei total überfordert. Sie wolle doch, dass ihr Mann noch lange bei ihr bleibt. Doch so ..." sie zuckte mit den Schultern "kann es nicht weiter gehen." Sie berichtete: „Die ständige Pflege, die ständige Bereitschaft, die immer Tag und Nacht geht macht, mich fix und fertig. Gehe ich für eine Stunde aus dem Haus, habe ich Angst, es passiert was oder ich habe ein schlechtes Gewissen." Wir alle spürten ihre Verzweiflung, doch wirklich helfen konnten wir ihr nicht. Keiner von uns hatte eine Idee, wie wir ihr hilfreich zur Seite stehen könnten. Als sie endlich ihren Tränen freien Lauf ließ, hatte ich das Gefühl, jetzt hat ihr die Gruppe geholfen, dass es ihr leichter ums Herz wird.

Ein anderes Mitglied teilte mit, dass er am 1. Februar operiert wird. "Bitte denkt an mich, ich habe Angst" waren seine Worte. Ich versuchte im Gespräch herauszufinden wovor er am meisten Angst hat und was ihn beschäftigt. Es war die Hilflosigkeit und die Tatsache, nicht zu wissen, was dabei herauskommt. Die Gruppe und ich konnten ihn gut verstehen. Wer hat nicht Angst vor einer großen OP? Trotzdem sprachen wir ihm Mut zu und wir gaben ihm das Versprechen "Wir schauen nach Dir."

Nun war es an der Zeit, das Gruppentreffen zu schließen, da ich noch im Anschluss die Angehörigen-Gruppe hatte. Wir verabschiedeten uns mit einer innigen Umarmung.

Herr Bibow und ich warteten noch auf Angehörige, obwohl sich keiner angemeldet hatte und erstmal keiner kam. Also fuhren wir heim. Kaum waren wir unterwegs, kam ein Anruf "Ich bin im Gruppenraum, wo seid ihr?"  Ich sagte "Wir drehen sofort um und kommen wieder." Doch das wollte der Angehörige nicht. Es wäre auch keine richtige Gruppenarbeit möglich gewesen. Ich bin mir sicher, dass muss sich erst einspielen, dass diese Gruppe angenommen wird und läuft.

Katharina Stang

 
 

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