Verdauungsenzyme

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Bericht über die Vortragsveranstaltung vom 11.09.2012 vor der TEB Regionalgruppe Hohenlohe zum Thema: Verdauungsenzyme
Fachreferent: Herr Hitzel

Der Gruppenleiter, Herr Horcher, begrüßte zunächst die recht zahlreich erschienenen Teilnehmer und führte in wenigen Worten in das wichtige Thema ein. Danach gab er an den Referenten Herrn Hitzel weiter.

Herr Hitzel führte nach seiner persönlichen und beruflichen Vorstellung zunächst aus, dass diese Thematik relativ stiefmütterlich behandelt werde, was der Bedeutung dieses Themas und den Patientenbelangen meist nicht gerecht werde. Anhand von an Ketten aufgereihten Kügelchen erklärte Herr Hitzel recht anschaulich Funktion und Aufgabe der Verdauungsenzyme, die wie eine Schere die einzelnen Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) quasi „durchschneiden“ und damit erst eine Aufnahme der Nahrung im Verdauungskanal ermöglichen. Jede „Schere“ (= Enzym) ist dabei spezifisch auf den jeweiligen Nahrungsbestandteil und kann auch nur einmal „zuschneiden“. Daraus wurde schon deutlich, dass diese Enzyme direkt während der Mahlzeit eingenommen werden müssen, da ansonsten eine vollständige Durchmischung mit dem Speisebrei nicht möglich ist.

In mehreren kleinen Filmchen erläuterte der Referent nun die anatomischen und physiologischen Grundlagen der Bauchspeicheldrüse und den Vorgang der Verdauung, u.a. auch im Falle der Magenresektion und bei asynchronen Abläufen.

Nach einer Definition der exokrinen Pankreasinsuffizienz ging der Referent auch auf die Pankreatitis und deren Ursachen ein, wobei er ausdrücklich hervorhob, dass bei der Pankreatitis allenfalls ein Drittel der Ursachen auf Alkoholabusus zurück zu führen sei. Danach erklärte der Referent den Aufbau und Inhalt der Verdauungsenzyme ( Hartgelatinekapsel, Mikropellets mit Säureschutz ) sowie den Zweck der Pelletsgröße (abgestimmt auf Pylorus). Statt einer Standarddosierung spreche man nunmehr von einer Ausgangsdosierung von 2.000 - 4.000 Lipaseeinheiten pro Gramm Fett, wobei die individuell erforderliche Dosierung erheblich darüber liegen könne.

Anschließend wurde das Granulat erläutert. Relevant ist die Einnahme der Verdauungsenzyme zu allen Mahlzeiten genau während der Mahlzeit. Nunmehr behandelte der Referent die verschiedenen Einnahmefehler wie falsche Dosierung, Nichteinnahme bei Zwischenmahlzeiten, Einnahme zum falschen Zeitpunkt usw. Zwar gebe es bei der Dosierung auch eine Höchstmenge, diese sei aber rein praktisch kaum erreichbar.

Schon während des Referats waren von den Teilnehmern eine Vielzahl von Fragen gestellt worden. Nach dem Referat ergab sich nunmehr eine sehr ausgiebige Frage- und Diskussionsrunde, wobei viele offene Punkte geklärt werden konnten. Es ist dem Referenten herzlich zu danken, dass er nach seinem ausführlichen Referat auch alle noch anstehenden Fragen detailliert beantwortete und damit viele Unklarheiten beseitigen konnte. Alle Teilnehmer machten deutlich, dass sie von dieser Vortragsveranstaltung sehr gut profitiert hatten und nunmehr viele Fehler vermeiden könnten, was eben für den einzelnen einen großen Benefit darstellt.

Als der Gruppenleiter schließlich die Versammlung schloss und den Referenten Herrn Hitzel, und die Teilnehmer mit großem Dank entließ, konnten alle mit höchster Zufriedenheit gehen.

Joachim Horcher

 
 

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