Wenn der Krebs wieder kommt

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Die Geheimnisse unserer Innereien näher bringen

06062011Benz.jpgIm Rahmen unseres regionalen Gruppentreffens fand am 06.06.2011 ein Vortrag mit Herrn Prof. Dr. med. Benz, Chefarzt und Chirurg des Nagolder Krankenhauses statt.

Der Vortrag stand unter der Überschrift: "Wenn der Krebs wieder kommt"

Für einige Mitglieder war dieses vielsagende Thema Anlass, diesem Vortrag fern zu bleiben. Zu groß war vermutlich die Angst davor, "wenn der Krebs wieder kommt".
Nicht desto trotz hatte sich eine stattliche Zahl aus Mitgliedern und Gästen im Patienteninformationszentrum (PIZ) des Nagolder Krankenhauses eingefunden. Der Raum war bis auf den letzten Platz besetzt, was von großem Interesse zeugte. Der Umstand, dass das PIZ räumlich etwas beengt war, hatte auch sein Gutes, denn die akustische und visuelle Verständigung war hervorragend.

Herr Prof. Benz trug seinen Vortrag in gewohnt professioneller und für jedermann verständliche Weise vor. Einiges ist uns in den letzten Jahren über unsere Bauchspeicheldrüse erzählt worden, neu für einige unter uns war, dass die eigentliche Verdauung nicht im Magen, sondern durch Zuführung von Gallen- und Bauchspeicheldrüsensäfte im Dünndarm stattfindet. Bei dem einen oder anderen Zuhörer führten die Ausführungen zu kopfschüttelndem Staunen, so z. B. darüber, dass Galle und Bauchspeicheldrüse je bis zu 1.5 Liter Flüssigkeit am Tag produzieren.

Herr Prof. Benz ging auch auf neue OP-Behandlungsmethoden und der daraus resultierenden besseren Überlebenschancen ein. Vor einigen Jahren lag die Sterberate bei Pankreaskarzinomoperationen noch bei fast 30%. Heute gibt es sehr große Chancen, nach einer solchen OP ein würdiges Leben weiterzuführen. Er sprach weiter über große Schwierigkeiten und Problematik bei solchen Operationen hinsichtlich Nervenverletzungen, undichter Nähte und daraus entstehenden negativen Folgen für den Patienten. Auf die Frage einer Bauchspeicheldrüsenimplantation antwortete Herr Prof. Benz ablehnend. Zu groß ist die Gefahr der Abstoßung des Implantats.

Auch das breite Thema "Metastasen" wurde ausgiebig besprochen, ebenso über eventuelle Behandlungsmethoden von Metastasen ohne zu operieren. Leber, Lunge und Knochen sind oft Organe, die von einem Rezidiv befallen werden. Im Falle einer metastasierten Leber wurde auf die Möglichkeit einer Radiofrequenzapplation hingewiesen. Bei diesem Verfahren wird dem Patienten eine Nadel in die Leber eingeführt und die Metastasen werden verätzt. Herr Prof. Benz versuchte, Betroffenen die Angst  zu nehmen bei der Gefahr eines Lokalrezidivs und wies auf die Behandlungsmöglichkeiten hin. Gute Ergebnisse wurden erzielt mit einer Chemo- oder Strahlentherapie oder einer Kombination aus Strahlen/Chemotherapie. Über Laserbehandlungen wurde nur am Rande gesprochen.

Die Frage einer prophylaktischen Untersuchung mit MRT oder PET MRT wurde von Prof. Benz etwas abschlägig behandelt, da dies von den Kassen nicht übernommen würde, was mit etwas Unverständnis bei einigen Zuhörern registriert wurde.

Der Vortrag mit Prof. Benz ging nach einer regen Fragestellung um 20:00 Uhr zu Ende. Für unsere Mitglieder und Gäste war es wieder einmal ein gelungener Vortrag, der uns bei unserem Bemühen, unseren Körper besser kennen zu lernen und der uns weiterhelfen soll, in schwierigen oder sogar halbwegs aussichtslosen Lebensphasen die richtigen Entscheidungen selber zu treffen.

Das fundierte Wissen eines jeden Menschen über seinen Körper hilft in einigen Fällen schneller als ein Mediziner oder Medikamente.

Herrn Prof. Dr. med. Benz danken wir außerordentlich für sein Engagement, dass er sich trotz seiner vielfältigen beruflichen und ehrenamtlichen Arbeit Zeit für uns genommen hat, "die Geheimnisse unserer Innereien" näher zu bringen.

Peter

 
 

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