Zweiter Patiententag der Tumorzentrums der SLK-Kliniken Heilbronn

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Bericht über den zweiten Patiententag des Tumorzentrums der SLK-Kliniken Heilbronn am Samstag, den 07.07.2012, im Bildungscampus Heilbronn, Thema : Leben mit Krebs

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Am Samstag, den 07.07.2012, fand der zweite Patiententag des Tumorzentrums der SLK-Kliniken Heilbronn, diesmal im Bildungscampus Heilbronn, statt. Der Schwerpunkt der Vorträge lag diesmal auf einem ganzheitlichen Behandlungskonzept. Schließlich gibt es neben der notwendigen medizinischen Therapie zahlreiche unterstützende Maßnahmen, um den Erfolg der Therapie und eine befriedigende Lebensqualität zu erreichen.
Insofern befassten sich die Vorträge des Vormittags mit der Ernährung und alternativen Therapiemöglichkeiten (Frau Dr. Hübner), dem Dialog von Körper und Seele aus psychoonkologischer Sicht (Frau Mächtlen) und der Alltagsbewältigung bei einer Krebserkrankung. Der Nachmittag war ausgefüllt mit Workshops sowie Gesprächen mit Experten zu den einzelnen Tumorarten. Ein insgesamt also sehr interessantes und spannendes Programm.

Natürlich war TEB Selbsthilfe e. V. während der gesamten Veranstaltung wieder mit einem besonders ansprechenden Stand vertreten, der von Herrn Pfeiffer, Herrn Lehmann und mir durchgehend betreut wurde. Rechtzeitig vor Beginn hatten wir als eingespieltes Team den Stand schnell aufgebaut. Wir wurden auch ziemlich schnell und fast den gesamten Tag über durch eine Vielzahl von Anfragen und teilweise recht lange und umfangreiche Beratungsgespräche beansprucht. Leider ist vielen Betroffenen Wert und Bedeutung der Selbsthilfe noch ziemlich unbekannt, so dass wir viel über unser Leistungsangebot aufklären mussten. Ansonsten wurden die uns bekannten Themenbereiche erörtert : Ängste vor einer ungewissen Zukunft, Ängste vor Chemotherapien und deren Nebenwirkungen, Ungewissheit über die bevorstehenden Therapien usw. Wir konnten vielen Betroffenen weiterhelfen und ihnen auch eine seelische Stütze geben. Vielen Betroffenen hat es schon erheblich geholfen, sich einmal gründlich ausreden zu können, während wir geduldig zuhörten.

In den Gesprächen wurde aber wieder einmal deutlich, dass die moderne Massenmedizin zwar therapeutisch Erstaunliches leistet, den Betroffenen aber mit seinen Sorgen, Nöten und Fragen oft völlig allein läßt. Hier erfüllt die Selbsthilfe eine ganz wichtige Funktion, auch wenn es bisweilen nur das geduldige Zuhören ist. So konnten wir am Ende des Tages befriedigt feststellen, wieder einmal vielen Betroffenen geholfen zu haben.

Die Versorgung mit Imbiß und Getränken, die in einem separaten Raum bereitstanden, war hervorragend und wurde auch durchgehend in Anspruch genommen. So mußte niemand Hunger leiden.

Nicht unerwähnt bleiben darf der Kontakt und Austausch mit den anderen Selbsthilfegruppen.

Unser ansprechender Stand lenkte sofort viele Blicke auf uns. Auch unsere Flyer überzeugten mit ihrem Design und fanden einen schnellen Absatz.

Negativ anzumerken bleibt nur, dass die Vorträge vormittags in einem anderen Gebäude genau gegenüber dem Gebäude mit den Selbsthilfeständen stattfanden, so dass manche Besucher der Vorträge nicht zu den Selbsthilfeständen fanden bzw. nichts von diesen erfuhren. Wir haben dies jedoch sofort beim Veranstalter reklamiert, so dass künftig Abhilfe erfolgen wird.

Als Ergebnis bleibt aber festzuhalten, dass es sich um eine wohlorganisierte und gelungene Veranstaltung handelte. Als wir gegen Spätnachmittag zum Ende der Veranstaltung unseren Stand wieder abbauten, waren wir doch durch die ständige Inanspruchnahme und die vielfältigen Beratungsgespräche ziemlich erschöpft.

Joachim Horcher

 
 

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